Kolumne : Wie freiwillige Helfer gegen   die Folgen der Einsamkeit kämpfen

Warum bin ich so alleine? So hieß am 5. Mai eine Sendung in der ARD. Dort wurde von einer Witwe berichtet, die den Zustand des Alleinseins schwer erträgt. Auf tagesschau.de (30. Mai) ist zu lesen: „Einsamkeit kann quälend sein – und offenbar sind in Deutschland immer mehr Menschen davon betroffen: Bei den 45- bis 84-Jährigen stieg die Quote derer, die sich einsam fühlten, deutlich an, um 15 Prozent im Zeitraum von 2011 bis 2017. Einsamkeit hat oftmals Folgen für die Gesundheit.

Insbesondere soziale Isolation beeinflusst das Auftreten und den Verlauf chronischer Krankheiten ungünstig. Laut Forschungsergebnissen löst Einsamkeit häufig psychische Leiden wie Depression sowie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder Demenz aus.“

Am Donnerstag, 13. Juni, geht es um 16 Uhr im Pfarrhaus Wahlen um das Zusammensein der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Besuchsdienstes „Sproochdienst“ unter dem Thema Einsamkeit und ihre Folgen auf den menschlichen Körper. Als Gesprächspartnerin steht uns die Kardiologin Manuela Klauck (Oberärztin im Herzzentrum Saar-VK) mit ihrer fachlichen Kompetenz zur Verfügung; weitere Interessierte sind herzlich eingeladen.

Ebenso werden ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die gerne ihre Zeit einsamen, meist älteren Menschen schenken wollen. Vermehrt leben auch in unseren Dörfern Frauen wie Männer alleine und haben durch körperliche und gesundheitliche Einschränkungen kaum Möglichkeiten, ihr Zuhause zu verlassen. Neben der Fürsorge der Familie und ambulanten Pflegedienste verläuft der Alltag oft eintönig.

Die Ehrenamtlichen bringen durch ihre regelmäßigen Besuche Abwechslung in den Alltag. Sie berichten von ihren guten Erfahrungen der Besuche und dem eigenen Gewinn an Anerkennung und Wertschätzung.

Wer Interesse am Besuchsdienst hat, melde sich bei Barbara Jung, Tel (01 75) 3 67 05 29.

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