Wie lange Eis im Iso-Häuschen hält

Losheim. Die einheimischen Dachdecker- und Zimmereibetriebe Christian Butzbach, Zimmer & Weber, Harth und Söhne haben sich als Fachbetriebe für Energiesparen zertifizieren lassen und treten jetzt gemeinsam als Modernisierungsprofis auf

Losheim. Die einheimischen Dachdecker- und Zimmereibetriebe Christian Butzbach, Zimmer & Weber, Harth und Söhne haben sich als Fachbetriebe für Energiesparen zertifizieren lassen und treten jetzt gemeinsam als Modernisierungsprofis auf. Um zu demonstrieren, was eine gute Dämmung bewirkt, hat das Trio am Stausee ein kleines Holzhaus aufgestellt, rundum mit 40 Zentimetern Isover-Dämmung versehen, einen Eisblock von einem Kubikmeter hineingestellt und luftdicht versiegelt. Wie gut diese Dämmung ist, wird mit der Menge des Schmelzwassers über fünf Wochen ermittelt. Der Wasserspiegel des Stausees wird sich dadurch nicht merklich erhöhen, sind sich alle sicher. Zwei Minuten nach Schließung der Tür war die Innentemperatur auf nur noch zwei Grad plus abgesunken. Wieviel Eis abtaut und sich in Wasser verwandelt, das ist Gegenstand der Publikumswette, die bis zur Öffnung des Häuschens am 25. Oktober läuft. Vielleicht ein Tipp: eine solche Dämmung kann 70 Prozent Heizkosten sparen.Schirmherr der Aktion ist der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf. Ihm gehe es dabei um Energie-Einsparung und Klimaschutz, aber auch um Werbung für das Saarhandwerk. "Wie wird der nächste Winter?" Diese Frage werde immer bedeutungsvoller bei rapide steigenden Energiepreisen. Wer richtig gedämmt habe, könne der Entwicklung etwas gelassener entgegen sehen, meinte der Minister. Photovoltaik habe heute das Publikumsinteresse sicher, andere Energieeinsparungen noch nicht. Deswegen finde er die Eiswette prima: "Das richtet sich an den Spieltrieb des Saarländers." Aber auch das Interesse der jungen Generation wurde geweckt. Schüler der Klassenstufen sieben und neun der Peter-Dewes-Gesamtschule in Losheim verfolgen mit ihren Fachlehrerinnen Helga Hoffmann und Angelika Schwarz das Projekt im Unterricht.Erste Wetten bei SchnapsWährend Wolfgang Schäfer vom benachbarten Hochwälder Brauhaus einen wärmenden Schnaps servierte, wurden die ersten Wetten abgegeben. Der Umweltminister tippte auf 9,3 Prozent Verlust, Losheims Bürgermeister Lothar Christ ist noch optimistischer mit 8,9 Prozent. Zu gewinnen gibt es ein Dämmpaket für 800 Euro, eine Wochenendreise für 500 Euro und Wärmebilder. Die ersten Bauherren erkundigten sich unterdessen bei den Vertretern der Sparkasse Merzig-Wadern und der Volksbank Untere Saar nach den günstigen Finanzierungen beider Häuser für solche Sparprojekte. Die VB Untere Saar bietet dazu noch eine Termografie-Aufnahme an. Das Wärmebild für 49 Euro zeigt genau, wo das Geld bei schlecht gedämmten Häusern hinfließt. Bis zur Öffnung des Häuschens finden jeden Freitag im Hochwälder Brauhaus Info-Abende zum Thema statt.