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| 20:33 Uhr

Kappensitzung
Wenn Jäger und Angler Latein schwätzen

Anton und Jupp, ein Angler und ein Jäger aus Rissenthal, berichteten von ihren Touren in die Natur.
Anton und Jupp, ein Angler und ein Jäger aus Rissenthal, berichteten von ihren Touren in die Natur. FOTO: Werner Krewer
Rissenthal. Bei der Rissenthaler Fösend im Gasthaus Zur Linde sorgten die Sportler für närrische Gaudi.

Auf der Saalbühne im Gasthaus „Zur Linde“ hatte sich ein Angler niedergelassen und warf seine Rute aus. Als wenig später ein Jäger dazukam, mussten alle Gäste aufstehen und ihren Hut aufsetzen, um ja nicht mit einem Wildschwein verwechselt zu werden. Diese Vorsichtsmaßnahme war durchaus berechtigt, denn auf die Frage: „Hast du deine Beute schon im Ofen?“, kam die Antwort: „Nein, im Krankenhaus.“ Angler und Grünröcke verbindet von jeher eine innig gepflegte Feindschaft, aber in einem sind sie sich einig: „Besser vom Saufen gezeichnet als von Rembrandt gemalt.“  Und natürlich müssen beide der lateinischen Sprache mächtig sein. Nachdem der fleißige Angler einen Liebestöter, einen alten Schuh und eine Wärmflasche an Land gezogen hatte, meinte er: „Komm, wir hören auf; ich glaube, da unten wohnt jemand.“

Wenn der Sportverein Rissenthal 1956 mit seiner Vorsitzenden Birgit Philippi zur Kappensitzung einlädt, platzt der Saal aus allen Nähten. Gangsterboss „Tony der Sanfte“ und Gangsterbraut „Raffaella“ führten durch das Programm und sorgten für manch einen Lacher zwischendurch. Sportlich, wie die Akteure nun einmal sind, hatten sie natürlich auch viele schöne Tänze einstudiert: Tanzmariechen und Garden, „Mexikanische Totenmädchen“, Bauleute, Aliens und eine Gruppe aus den 50ern mit Elvis an der Spitze. Und niemand im Publikum war vor den Tratschgeschichten sicher, mit denen die Schwächen der lieben Mitmenschen aufs Korn genommen wurden.

Adele und Adelchen witzelten über die Rentnerbravo, in der man beim Rätselraten eine Magenspiegelung für zwei Personen gewinnen kann, und Adele pries den Reichtum des Alters: Gold in den Zähnen, Blei in den Knochen und Silbereisen im Fernsehen. Das Markenzeichen der Rissenthaler Fösend, die Familie Kasalla, bildete Schluss- und Höhepunkt des Abends. Bei ihrem chaotischen Weihnachtsfest blieb kein Auge trocken. Wieder einmal gingen die Gäste mit leichten Zwerchfell-Irritationen, ansonsten aber super gut gelaunt nach Hause.

Chicas in Rissenthal: Die mexikanischen Totenmädchen wirbelten mit viel Schwung  über die Bühne. FOTO : WERNER KREWER
Chicas in Rissenthal: Die mexikanischen Totenmädchen wirbelten mit viel Schwung über die Bühne. FOTO : WERNER KREWER FOTO: Werner Krewer
(eil)