| 20:26 Uhr

Fösend
Weiberhorden ließen die Wahlener Halle erbeben

Ist sie nicht herzallerliebst, die zierliche Susi? Die Zuschauerinnen lachten sich schlapp über Gerdi Selzer, den Vorsitzenden des KV  „Änn de Bitt“.
Ist sie nicht herzallerliebst, die zierliche Susi? Die Zuschauerinnen lachten sich schlapp über Gerdi Selzer, den Vorsitzenden des KV  „Änn de Bitt“. FOTO: Ute Keil
Wahlen. ( Wehe, wenn sie losgelassen! Eine Horde fösendslauniger Damen, wild entschlossen, sich köstlich zu amüsieren, brachte die Mauern der Wahlener Halle zum Erbeben. Regiert wurden sie von einem sexy Elfer- beziehungsweise Sechserrat und zwei schlagfertigen Moderatorinnen, die zwischendurch immer ein paar Witzchen parat hatten.

Mariechen Theresia Seiwert eröffnete den Reigen der Tänze, der später von den „Joice", den „Golden Girls" und dem Männerballett des KV „Änn de Bitt" fortgeführt wurde.


Unter tosendem Beifall tänzelte Susi, das „rotzfreche Gör", auf die Bühne. Noch bevor es den Mund aufmachte, um aus seinem von wilden Pubertätswehen gebeutelten Leben zu erzählen, brachte das filigrane Geschöpf den Saal zum Beben. Eltern und Lehrer kamen bei diesem Auftritt nicht besonders gut weg, aber das ist ja in dieser Altersklasse auch kaum zu erwarten.

Spannend wurde es für die Damen, als eine „Spielzeugfrau" die Bühne betrat. Sie tat dies nicht etwa für die lieben Kleinen, sondern sie hatte Spielzeug für Frauen dabei, die sich in ihrem Eheleben nicht so recht ausgelastet fühlen. Als sie neben ihrem hocherotischen Zubehör auch noch Handfesseln und eine Peitsche auspackte, begannen die Augen einiger Zuschauerinnen gefährlich zu funkeln. Wer weiß, was die dazu gehörigen Ehemänner an diesem Abend noch erwartet hat.....

Die Veranstalter hatten weder Kosten noch Mühen gescheut und die beiden Nobelstripper Sven und Paul aus Berlin eingeflogen. Spitze Freudenschreie und viel Applaus belohnte die gelungene Darbietung. Auch die Modenschau der männlichen Dorfjugend kam gut an. Die Gruppe Haarscharf", auch als „Klageweiber" bekannt, sangen ihr mörderisches Lied und gaben noch einige Details aus dem dörflichen Leben preis.

Mit den "Bienchen" des Männerballetts und einem letzten Auftritt der beiden Stripper endete ein ausgelassener Abend, der die Besucherinnen für einige Mühen ihres grauen Ehealltages entschädigte.



(eil)