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Wassertretanlage in Bergen kommt gut an

Wassertretanlage in Bergen kommt gut an

Mit Fördergeldern des Umweltministeriums wurden zwei Maßnahmen in Bergen unterstützt. Besonders die Errichtung der Wassertretanlage durch die Dorfgemeinschaft habe Vorbildcharakter, lobte Umweltminister Reinhold Jost das Projekt.

Wander- und Naturfreunde sowie alle Fitnessbegeisterte werden sich freuen: In Bergen wird ein Wanderweg gebaut, der das Wegenetz zwischen dem Ort und dem Losheimer Stausee ergänzen soll, und am alten Sportplatz ist eine Wassertretanlage geplant. Das berichtete vor einem Jahr die SZ.

Diese Maßnahmen (Kosten: rund 48 000 Euro) unterstützt das Umweltministerium finanziell. Das Geld stammt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)".

Saarlands Umweltminister Reinhold Jost überreichte vor zwölf Monaten Losheims Bürgermeister Lothar Christ einen ersten Förderbescheid über 26 500 Euro. "Wir wollen dazu beitragen, dass die Lebensqualität der Menschen im ländlichen Raum langfristig gesichert werden kann. Deshalb fördern wir Infrastruktur-Projekte wie diese in Bergen ", erklärte der Minister. "Aber wir unterstützen hier auch die Initiative und das Engagement der Bürger für die Entwicklung ihres Dorfes." Das Überleben der Dörfer hänge wesentlich von der Bereitschaft der Bürger ab, sich aktiv in ihrer dörflichen Gemeinschaft einzubringen, betonte Jost. Hier könne Bergen Vorbild sein. Die Dorfgemeinschaft wolle die Wassertretanlage in Eigenleistung bauen und sich später um Pflege und Unterhaltung kümmern, hieß es damals. Die Tretanlage sollte der erste Baustein eines Sport- und Erlebnisbereiches werden. Für Frühjahr 2015 war die Fertigstellung geplant.

Und das hat geklappt. "Mitte April war das Becken an seiner vorgesehenen Stelle am alten Sportplatz installiert", teilt Ortsvorsteher Werner Krewer jetzt auf SZ-Anfrage mit. "Im Sommer wurde es bereits stark genutzt", freut sich Krewer, dass sich die Arbeit gelohnt habe. Denn die Anlage sei - bis auf das Edelstahlbecken, das von einer Losheimer Firma gefertigt worden sei - in Eigenleistung erstellt worden, auch die Planung. Laut dem Ortsvorsteher packten zehn Berger fleißig mit an, um ihr Dorf attraktiver zu machen.



Das Becken ist 2,50 Meter mal fünf Meter groß und wird vom glasklaren, erfrischenden Wasser des Rotbaches gespeist. "Sobald das Wetter mitspielt, wird die Gestaltung des Umfeldes Angriff genommen", kündigt der Ortsvorsteher an. "In diesem Frühjahr soll alles fertig sein und sich picobello präsentieren."

"Auch der neue Fußweg von den ,Hütten' bis zum Dorfrand von Bergen ist fertig", verkündet Krewer. Damit wurde eine Lücke im Wegenetz zwischen Bergen und dem Losheimer Stausee geschlossen. Für Fußgänger bedeute das mehr Sicherheit, weil sie die Straße nicht mehr nutzen müssten. Verlegt wurden laut Krewer im Zuge der Baumaßnahme auch Rohre für Stromleitungen und Glasfaserkabel für schnelles Internet. 25 Obstbäume wurden als Ausgleich für die verbrauchte Natur neu gepflanzt.