Interview mit BEG-Spitzenleuten Wie will die Ampel erneuerbare Energien fördern?

Losheim am SEE  · Vorstand und Aufsichtsrat der BEG fordern eine Entbürokratisierung beim Bau regenerativer Anlagen.

 Henry Selzer

Henry Selzer

Foto: rup

Am Rande der Generalversammlung der Bürger Energie Genossenschaft Hochwald eG (BEG) in Losheim am See stellten sich der Vorstandsvorsitzender Henry Selzer und Aufsichtsratsvorsitzender Jürgen Millen einem kurzen Interview mit unserer Zeitung.

Herr Selzer, mit welchen Hoffnungen verfolgen Sie die derzeitigen Koalitionsverhandlungen der Ampel-Parteien in Berlin?

HENRY SELZER Wenn die neue Ampel-Koalition ihre wohlfeilen Versprechungen zur Förderung der erneuerbaren Energien wirklich umsetzen will, wird sie das vorhandene Strompreis-Design völlig umstellen müssen. Es kann doch nicht sein, dass uns das Baurecht für neue Projekte bereits erteilt worden ist, wir aber bei den Ausschreibungen immer noch keinen Zuschlag erhalten haben. Die Politik nimmt nach wie vor nicht zur Kenntnis, dass regenerative Energien bereits einen Anteil von 45 bis 50 Prozent an unserer Stromversorgung erbringen.

 Jürgen Millen

Jürgen Millen

Foto: Dieter Ackermann

Und Sie, Herr Millen?

JÜRGEN MILLEN Mich interessiert vor allem, wie die neue Ampel-Regierung die erneuerbaren Energien fördern will. Überall im Land stehen so viele Genossenschaften bereit, die gerne auch ihr privates Geld in die unverzichtbaren regenerativen Technologien investieren möchten. Dazu müssen sich aber zum Beispiel Wind- und Solarparks leichter realisieren lassen, damit sie auch schneller ans Netz gehen können. Für mich ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür eine dringend benötigte Entbürokratisierung solcher Vorhaben.

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