Vortrag zu „Gärtnern ohne Torf“

Eine faire Alternative zu Torferde ist der Kokoblock aus Fairem Handel. Was Kokoblock ist, wie er hergestellt wird und über die Einsatzmöglichkeiten informiert der stellvertretende Nabu-Landesvorsitzender Karl Rudi Reiter.

Gut gemeint ist manchmal daneben. Der Einsatz von Torf als Blumenerde im Garten ist ins Gerede gekommen, weil er dem Ökosystem schadet. Denn zur Torfgewinnung werden Moore zerstört und damit wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Eine Alternative zu Torf ist fair gehandelter Kokoblock aus Sri Lanka . Und es gibt weitere Möglichkeiten.

Offene Gesprächsrunde Zu "Torffreies Gärtnern" präsentiert Karl Rudi Reiter, stellvertretender Landesvorsitzender des Naturschutzbundes Saar (Nabu), in einer Gesprächsrunde mit Barbara Hilgers von der Aktion 3. Welt Saar die Ergebnisse seiner Recherchen am Donnerstag, 24.Juli, 20 Uhr, im Weltadencafé, Weiskirchener Straße 24 in Losheim am See. Der Eintritt ist frei. Nach dem Inputbeitrag gibt es viel Zeit zum Austausch und zur Diskussion.

Kokoblock ist eine umweltfreundliche Blumenerde aus Kokosfasern, die als Nebenprodukt bei der Herstellung von Kokosfasermatten entsteht. Eine faire Alternative zu Torferde ist der Kokoblock aus Fairem Handel. Er besteht aus Kokosfaser-Resten, die bei der Produktion von zum Beispiel Kokosfasermatten anfallen. Und: Kiloweise Erde schleppen war gestern. Man kauft den Kokoblock in getrocknetem Zustand und gibt erst zu Hause Wasser dazu.

So werden aus einem kleinen Kokoblock plötzlich neun Liter gebrauchsfertige Blumenerde. Die Kokoblöcke werden in Sri Lanka von dem kleinen Betrieb Ceylon Garden Coir aus Kokosfaserresten hergestellt, genauer gesagt: Aus dem zarten Gewebe zwischen den Kokosfasern. Es bleibt bei der Herstellung von Kokosfasermatten, Seilen oder Teppichen übrig. In der Fabrik bei Ceylon Garden Coir wird das Material gereinigt und in die rechteckige Form gepresst.