Vorsorglicher Tausch der Rotorblätter im Windpark Britten

Windpark Britten : Rotorblätter werden vorsorglich ausgetauscht

Im Windpark Britten rüstet Hersteller Vensys seine Windkraftanlagen um. Der Grund: Bei Rotoren aus der gleichen Baureihe an anderen Standorten habe es Konstruktionsmängel gegeben.

Noch keine fünf Jahre stehen die Windkraftanlagen im Windpark Britten, den der Energieversorger VSE gemeinsam mit den Technischen Werken Losheim (TWL) und der Familie Boch betreibt – doch schon jetzt bekommen die fünf rund 200 Meter hohen Windräder neue Rotoren. Allerdings nicht, weil die bisherigen schadhaft seien, betont VSE-Untrnehmenssprecherin Marie Elisabeth Denzer auf Anfrage der SZ und korrigiert damit anderslautende Medienberichte.

Vielmehr sei der Hersteller der Windräder, die Neunkircher Firma Vensys, auf die Windpark-Betreiber zugekommen und habe einen vorsorglichen Austausch der Rotoren auf Kulanz vorgeschlagen. Grund: Bei Rotoren aus der gleichen Baureihe, die an anderer Stelle im Einsatz gewesen seien, habe es Konstruktionsmängel gegeben, dort seien Haarrisse aufgetreten.

Dabei habe es sich um Rotorblätter gehandelt, die Vensys in China habe fertigen lassen. Die neuen Rotorblätter indes würden in Deutschland produziert. Wie sich im Falle des Windparks Britten gezeigt habe, weisen die dortigen Bauteile „bis auf die üblichen Abnutzungsspuren“ (Denzer) keine Schäden auf. Die Rotorblätter im dortigen Windpark seien also nicht schadhaft.

Der Austausch, der seit Ende vergangenen Jahres im Gange sei, verursache den Windpark-Betreibern keine Kosten, die würden vom Hersteller übernommen.

Insgesamt versieht Vensys nach Medienberichten 20 Windkraftanlagen im Saarland mit neuen Rotorblättern.

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