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Vorschlag zum Ausbau der Losheimer Klinik findet Beifall von Förderverein

Losheim : „Auch Losheim liegt im nördlichen Saarland“

Der Förderverein des Losheimer Krankenhauses befürwortet die Vorschläge der Marienhaus GmbH zur Zukunft des Standorts.

Der Förderverein des St. Josef-Krankenhauses Losheim begrüßt die Pläne des Krankenhausträgers, die Klinik um eine chirurgische sowie eine geriatrische Abteilung zu erweitern und die Bettenzahl aufzustocken. Zugleich fordern die beiden Vorsitzenden des Fördervereins, Bernd Mayer und Alt-Bürgermeister Lothar Christ, das Land dazu auf, den Vorschlag des Trägers in die Tat umsetzen zu lassen.

„Der schnelle Umzug der konservativen Orthopädie, der wirtschaftlich stärksten Abteilung im Losheimer Krankenhaus, nach St. Wendel einerseits und andererseits die Erklärung der Marienhaus GmbH, das Losheimer Krankenhaus aufzuwerten, führen dazu, dass der Losheimer Krankenhausförderverein mit Hoffnung, aber auch mit Sorge in die Zukunft blickt“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Christ und Mayer.

Der Krankenhausförderverein begrüße ausdrücklich das Angebot der Geschäftsführung der Marienhaus-Gruppe, das von ihnen getragene Krankenhaus in Losheim ausbauen zu wollen und mit einem breiteren Angebot, das ausdrücklich auch die Chirurgie beinhaltet, fortzuführen. „Die Erweiterung um die Chirurgie wird sicherlich die Losheimer Klinik als Akutkrankenhaus stärken und die Notfallversorgung im nördlichen Saarland verbessern“, finden die beiden Vorsitzenden des Fördervereins.

Die „zum Teil vehemente“ Kritik an dem Vorschlag der Marienhaus-Gruppe teile der Förderverein nicht. „Er findet im Gegenteil die volle Unterstützung des Fördervereins“, betonen Christ und Mayer. Die Marienhaus GmbH hatte unmittelbar vor dem Ende des vom Land angestrengten Interessenbekundungsverfahrens, mit dem interessierte Betreiber für eine neu zu bauende Nordsaarlandklinik gesucht werden sollten, seinen Ausbauvorschlag für die Losheimer Klinik unterbreitet (die SZ berichtete).

Dass das Krankenhaus im Seeort erhalten bleiben sollte, dafür gibt es nach Überzeugung des Fördervereins gute Argumente: „Losheim am See ist ein wichtiger Gesundheitsstandort mit mehr als 30 niedergelassenen Ärzten, der für die medizinische Versorgung der gesamten Region wichtig ist“, heißt es in der Erklärung. Und: „Auch Losheim liegt im nördlichen Saarland, und durch die vorgeschlagenen Investitionen würde die medizinische Versorgung im nördlichen Saarland deutlich verbessert werden.“

Ob darüber hinaus weitere Investitionen an anderen Standorten der Region erfolgen, wäre nach Ansicht des Fördervereins wünschenswert, „aber liegt in der Entscheidung der übrigen Träger und des Landes“. Das Land müsse im Krankenhausbedarfsplan festlegen, welche Investitionen zugelassen und gefördert werden.

Das Losheimer Krankenhaus befinde sich in einem guten baulichen Zustand, dank kontinuierlicher Investitionen in den vergangenen Jahren, halten Christ und Mayer fest. „Es darf daher auch aus wirtschaftlichen Gründen bei der Krankenhausplanung nicht ignoriert werden, sondern sollte als ein aktiver Teil der Gesundheitsversorgung im nördlichen Saarland ausgebaut werden“, betonen die beiden Vertreter des Fördervereins. Das zentral gelegene Krankenhaus biete durch den Abriss des Schwesternwohnheimes und den beabsichtigten Umzug der Rettungswache genügend Platz für die vom Träger vorgeschlagenen Investitionen. Der Krankenhausförderverein appelliert in Person von Mayer und Christ an das Land, „den jetzt von der Marienhaus-Geschäftsführung vorgelegten Vorschlag anzunehmen“. Das „einzige noch im nordwestlichen Teil des Saarlandes gelegene Krankenhaus“ dürfe nicht aufgeben werden. Dafür werde der Förderverein weiter kämpfen.