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Von drei Losheimern und ihrem Wirken in der Welt

Von drei Losheimern und ihrem Wirken in der Welt

Die Familie Dewes hat wie keine andere in der Gemeinde Losheim Spuren hinterlassen und Geschichte geschrieben. Der neueste zwölfte Band der Geschichtsbroschüre des Heimatkunde- und Geschichtsvereins widmet sich drei Persönlichkeiten der Familie.

Seit 1999 gibt der Verein für Heimatkunde und Geschichte in der Gemeinde Losheim am See in der "Losheimer Reihe" Broschüren über wichtige Persönlichkeiten, Ereignisse und Entwicklungen der Losheimer Geschichte heraus. Die neueste Broschüre, Band 12, beschäftigt sich mit der Losheimer Familie Dewes, diesseits und jenseits das Atlantiks unter dem Titel "Von Losheim in die Welt und zurück - Das Leben von Peter, Franz-Joseph und Carl Dewes".

Sie wurde im Rahmen einer kleinen Feier, die von einem Bläser-Trio der Peter-Dewes-Gesamtschule umrahmt wurde, im Hauptgebäude der KÜS vorgestellt. KÜS-Chef, Diplom Ingenieur Peter Schuler begrüßte die Gäste bei der Vorstellung.

Mit Heimatverein verbunden

Er fühle sich durch die Wurzeln zu seinem Großvater, Schulrat und Heimatforscher, Hans Ehl mit dem Heimatverein verbunden. Er habe sozusagen die Gene mit in die Wiege gelegt bekommen, sagte er. "Ich interessiere mich sehr für meine Heimat, der sich mich eng verbunden fühle."so Schuler. Seine besonderen Grüße galten unter anderem MdL und Ortsvorsteher Stefan Palm , den Bürgermeistern Lothar Christ (Losheim ) und Jochen Kuttler (Wadern) sowie der Autorin Bettina Horsch. Bürgermeister Christ sagte, dass die Familie Dewes, der dieser Band gewidmet ist, habe in Losheim Spuren hinterlassen und Geschichte geschrieben. Schule, ein Platz und ein Park erinnert an sie,

Ortsvorsteher Stefan Palm (MdL), der den Heimatverein Losheim rührig nannte, bemerkte: "Die Familie Dewes hat hier in Losheim viel getan. Ich bin froh, dass sich die Autorin mit ihr beschäftigt hat." Hubert Schommer, Vorsitzender des Heimatvereins Losheim ging auf die Familie Dewes (siehe Info) ein. Er dankte der Autorin für ihre hervorragende historische Arbeit mit intensiven Recherchen diesseits und jenseits des Atlantiks. Es folgte ein humorvoller Talk bei der "Losheimer See-Runde" mit dem ehemaligen Schulleiter Bruno Hewer als Peter Dewes, Schulleiter Gerd Bermann und Geschichtslehrerin Ute Maurer.

Autorin erforscht Familie Dewes

Die Vorstellung der Autorin Horsch oblag dann Bürgermeister Kuttler. Er schilderte ihren Lebensweg und beruflichen Werdegang, die nun in St. Sebastian zur Loire bei Nantes in Frankreich lebt, mit ihren starken verwandtschaftlichen Beziehungen in den saarländischen Hochwaldort Losheim .

Sie ist als Hochschullehrerin an der Uni in Nantes tätig. In jahrelanger und intensiver Arbeit hat sie sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit mit der Erforschung der Familie Dewes beschäftigt. Die Autorin zeigte sich erstaunt über das große Interesse und ging auf die Entstehungsgeschichte ein. Drei Gründe hätten sie bewegt: Der Spielfilm "Die andere Heimat" von Edgar Reitz , ein Bild von Carl Dewes, das bei der Oma hing, und ein Besuch in Chicago mit der Villa Dewes. Sie kontaktierte die Peter-Dewes-Gesamtschule und den Heimatverein. Im Rahmen ihrer Recherchen wurden auch Losheimer Familien , wie die Familie Zengerly, aufgesucht.

Die zwölfte Geschichtsbroschüre ist in allen überregionalen Buchhandlungen zu kaufen.

Zum Thema:

HintergrundDrei Persönlichkeiten der Losheimer Familie Dewes stehen im Mittelpunkt des zwölften Geschichtsbandes:Peter Dewes (*1821 in Losheim - +1876 in Losheim ) vertrat den dritten rhein-preußischen Wahlbezirk (Kreise Merzig, Saarburg und Trier-Süd) 1948 in der ersten Deutschen Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt. Hier wirkte er im Bereich des Schul- und Kulturwesens und der Jugendbildung. So brachte er unter anderem die Petition der Einwohner des Dekanates Merzig zur Neureglung der Verhältnisse von Kirche, Schule und Staat in die Nationalversammlung ein und forderte auch die Trennung von Kirche und Schule.Franz-Joseph Dewes (*1845 ins Losheim - +1922 in Chicago), in Amerika als Francis J. Dewes bekannt, war der älteste Sohn von Peter Dewes. Er emigrierte nach seiner Ausbildung und Militärzeit 1868 nach Chicago. 1878 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Große berufliche Erfolge erwarb er in der Chicagoer Brauindustrie und wurde ein wohlhabender, innovativer und berühmter Brauereibesitzer.Carl Dewes (*1864 in Losheim - +1933 in Saarlouis), der jüngste Sohn von Peter Dewes, wanderte 1882 ebenfalls nach Chicago aus, kam aber wieder nach Losheim zurück. Er ist heute noch in Losheim bekannt durch den Bau der Villa Dewes, seinen Altersruhesitz, und die Errichtung des Dewes-Parks im Heimlinger Tal. nb