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Tim Brachmann von der Band Blind Bastards spricht über das neue Album "Remedy"

Interview mit Tim Brachmann : Das neue Album soll ein Heilmittel sein

Der Sänger der Blind Bastards erzählt im Interview, was die Fans auf dem neuen Album „Remedy“ erwartet .

Wer steckt hinter Eurer Band „Blind Bastards“ und welches Genre bedient Ihr mit Eurer Musik?

BRACHMANN Wir sind vier Jungs aus Schmelz und Losheim, die seit 2011 zusammen Musik machen. Die Besetzung hat seitdem zum Glück nie gewechselt. Unsere Musik lässt sich als Alternative-Rock mit Punk-Einschlag im Stil der 90er-Jahre Foo Fighters ganz gut beschreiben.

Wie kam es zur Bandgründung?

BRACHMANN Janosch Stein, unser Sänger, hat mich irgendwann mal gefragt, ob wir nicht zusammen Musik machen sollen, weil er einen Schlagzeuger kennen würde. Und zu der Zeit hat auch unser Bassist Lukas Knobe gerade angefangen. Dann haben wir uns irgendwann getroffen und angefangen, ein bisschen Musik zu machen, und es hat bis jetzt gehalten.

Eure Songs sind alle selbst geschrieben. Wie entsteht ein Song und wer ist für Texte und Musik zuständig?

BRACHMANN Janosch und ich liefern meistens erst einen Riff (sich wiederholende Akkordfolge, Anm. d. Red.). Zu dem jammen wir und die Musik wird gemeinsam komponiert. Textlich machen auch Janosch und ich viel, unser Bassist guckt dann noch mal drüber.

Am 22. März wird Euer drittes Album „Remedy“ veröffentlicht. Hat der Name eine Bedeutung?

BRACHMANN Ja, diesmal hat der Name tatsächlich mehr Bedeutung als bei den vorherigen Alben. In dem Album geht es auch um Probleme, egal ob persönliche oder andere Probleme. Remedy heißt übersetzt Heilmittel, daher sollen unsere Songs eine Art Hilfestellung sein und vielleicht sogar Lösungsansätze liefern.

Wie ist das neue Album entstanden und wie viel Zeit hat es in Anspruch genommen?

BRACHMANN Wir machen eigentlich alles weitestgehend selbst. Das Schlagzeug haben wir in unserem Proberaum aufgenommen, den wir komplett mit Teppichen abgehangen haben. Für den Rest waren wir bei Patrick Naumann, bei ihm nehmen wir seit dem ersten Song jedes Album auf. Wir haben dann in seinem Proberaum die Gitarren aufgenommen. Dann ging es in seinem Wohnzimmer weiter. Da haben wir den Bass eingespielt, auch die Effekte und Solo-Parts. Zuletzt dann den Gesang und die Akustikgitarre. Diesmal hat alles länger gedauert. Wir haben uns aber auch bewusst dazu entschieden, uns mehr Zeit zu lassen. Ich denke, das Songwriting hat über ein Jahr gedauert. Für die Aufnahmen haben wir etwa zwei Monate gebraucht.

Seid Ihr mit dem Endergebnis zufrieden?

BRACHMANN Ja auf jeden Fall! Wir sind ziemlich stolz auf das Album. Die Qualität ist im Vergleich zu den vorherigen Alben viel besser. Es ist ein gutes Gesamtpaket. Wir hoffen natürlich, dass es den Leuten genauso gut gefällt wie uns.

Welche Musik hört Ihr privat?

BRACHMANN Der Musikgeschmack ist ziemlich unterschiedlich würde ich sagen, das hört man auch in unseren Songs. Das Album ist im Stil nicht konsistent, sondern sehr vielseitig. Unser Schlagzeuger Tobias mag Metal, Lukas am Bass hört Metal und Techno. Bei unserem Sänger Janosch und mir ist es ähnlich, wir hören auch beide privat viel Alternative-Rock. Aber eigentlich auch alles, was uns gerade gefällt.

Wenn Ihr nur noch einen Song aus Eurem Album spielen dürftet, für welchen würdet Ihr Euch entscheiden?

BRACHMANN Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, das müssten wir erst unter uns ausmachen, aber drei Favoriten haben wir auf jeden Fall. Mein persönlicher Favorit ist „Fight Back“. Tobias und Lukas spielen am liebsten „Drifter“. Und unser gemeinsamer Favorit ist „Be Savage“.

Die Release-Party, die anlässlich Eures neuen Albums geplant war, fällt aufgrund der aktuellen Situation aus. Welche Pläne habt Ihr sonst noch für die nahe Zukunft?

BRACHMANN Zuerst die Veröffentlichung unseres Albums natürlich. Das gibt es dann ab dem 22. März auf allen Streaming-Plattformen. Aber man kann uns auch gerne eine E-Mail schicken oder auf Facebook anschreiben, dann verschicken wir die CD per Post. Und ab Sonntag wird auch unser neues Merch (Fanartikel, Anm. d. Red.) über unsere Website erhältlich sein. Alles andere kann man in der momentanen Situation schwer planen, da müssen auch wir erstmal abwarten.