| 20:11 Uhr

Kampf um die Museumsbahn
Teilstrecke der MBE-Trasse wird saniert

 Zum Dampflokfest in Losheim Anfang August soll die MBE-Strecke in Teilen wieder befahrbar sein. 
Zum Dampflokfest in Losheim Anfang August soll die MBE-Strecke in Teilen wieder befahrbar sein.  FOTO: rup / ROLF RUPPENTHAL
Losheim am See. Die Aufrechterhaltung der ehemaligen MBE-Strecke als Nebenbahn stand wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderates Losheim. Bekanntlich ist derzeit der Bahnbetrieb auf der Strecke, die von der Losheimer Museumsbahn des Trägervereins MECL genutzt wird, wegen Mängeln am Zustand der Gleise eingestellt. Vor dem Hintergrund, dass der Museums-Eisenbahnclub Losheim am 5. und 6. August sein 35-jähriges Bestehen feiern möchte, sind notwendige Instandsetzungsarbeiten erforderlich, um den Bahnbetrieb bis dahin wieder aufnehmen zu können.

Die Aufrechterhaltung der ehemaligen MBE-Strecke als Nebenbahn stand wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderates Losheim. Bekanntlich ist derzeit der Bahnbetrieb auf der Strecke, die von der Losheimer Museumsbahn des Trägervereins MECL genutzt wird, wegen Mängeln am Zustand der Gleise eingestellt. Vor dem Hintergrund, dass der Museums-Eisenbahnclub Losheim am 5. und 6. August sein 35-jähriges Bestehen feiern möchte, sind notwendige Instandsetzungsarbeiten erforderlich, um den Bahnbetrieb bis dahin wieder aufnehmen zu können.


Der Gemeinderat hat die Signale auf Grün geschaltet, um die Teilstecke zwischen Losheim Dellborner Mühle instandzusetzen. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 150 000 Euro, was sich  in dem Zuschussrahmen bewegt, welcher der Gemeinde bereits zugesagt wurde. Danach müsse ein Gesamtkonzept her mit dem Ziel, die Gesamtstecke wieder befahrbar zu können.

In der Diskussion um den Fortbestand der Nebenbahn wurde zum wiederholten Mal die touristische Nutzung der Museumstrecke und des MECL hervorgehoben. Ohne Gleise sei der Verein wohl am Ende, war die einmütige Auffassung im Rat. „Wenn es auch weh tut, wir müssen die Stecke herrichten und aufrechterhalten, damit zum Fest des Museumsclubs gefahren werden kann“, ist für Alfons Traut (SPD) die jetzige kurzfristige Sanierung eine Pflichtaufgabe. Hierbei sieht sich die Gemeinde allerdings auf sich allein gestellt. „Merzig strebt einen Radweg über die Trasse an, aber aus unserer Sicht muss beides möglich sein, Radweg und Schienenweg, denn der Anschluss an die Hauptstrecke in Merzig muss erhalten bleiben“, sagte Bürgermeister Lothar Christ zum generellen Fortbestand der Strecke, die stärker in den Tourismus eingebunden werden müsse. Ohne Not könne der Bahnanschluss nicht aufgegeben werden, wenn auch kein Geld von  Merzig für dessen Erhalt komme. „Die Stadt Merzig ist der Hemmschuh, sieht nur ihre eigene Suppe“, betonte Stefan Palm (CDU). Darüber hinaus findet Christ die Verteilung von finanziellen Mitteln für touristische Ziele im Kreis durch den Landkreis als nicht gerecht.



Vorausgegangen war eine Besprechung Anfang Juni im Saar-Wirtschaftsministerium, bei dem es um die Erhaltung der Bahnstrecke gegangen war. „Verschiedene Möglichkeiten zum Erhalt wurden dort in einem positiven und konstruktiven Gespräch erörtert“, klärte Bürgermeister Christ auf. Als Teilergebnis wurde vereinbart, ein Gutachten zu erstellen, in dem die touristische Bedeutung der Museumsbahn für die Hochwaldregion und den Landkreis darstellt wird. Erst nach dessen Vorlage und Auswertung  kann über das weitere Vorgehen gesprochen werden, auch um eine mögliche touristische Bezuschussung beantragen zu können. Diese könnte 70 Prozent der zuschussfähigen Kosten betragen, hieß es seitens der Verwaltung.