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Verbandsliga
SVW schlägt Angstgegner, Perl-Besch in Torlaune

Wahlens Spielertrainer Nico Portz (rechts, hier gegen Riegelsberg) musste gegen Rehlingen-Fremersdorf ordentlich einstecken.
Wahlens Spielertrainer Nico Portz (rechts, hier gegen Riegelsberg) musste gegen Rehlingen-Fremersdorf ordentlich einstecken. FOTO: Barth Rudolf / Rudolf Barth
Wahlen. Von David Bendeyczuk Von David Benedyczuk

Nach einer gefühlten Ewigkeit war es am Sonntag soweit: Etwa 500 Besucher wurden bei der Rasenpremiere von Fußball-Verbandsligist SV Wahlen-Niederlosheim Zeuge, wie die Heimelf ihre lange Durststrecke im „Dauerbrenner“ gegen die SF Rehlingen-Fremersdorf endlich beendete. Nach zuvor sechs Niederlagen und einem Remis siegte der SVW mit 2:0 (1:0) gegen die Gäste, mit denen man sich ab 2012 regelmäßig duelliert und Seite an Seite den Durchmarsch von der Bezirks- in die Verbandsliga geschafft hatte. „Das war für den Kopf sehr wichtig. Spielerisch waren beide gleichwertig. Entscheidend war, dass wir den Sieg mehr wollten als Rehlingen“, lobte Wahlens Spielertrainer Nico Portz den Auftritt gegen den Ex-Langzeitspitzenreiter, der vom dritten bis 19. Spieltag immer an der Spitze gethront hatte.


Jetzt setzte es für die SF bereits die vierte Schlappe aus fünf Partien – Kai Kautenburger war es, der diese mit dem 1:0 vor der Pause einleitete. Wahlens Offensivakteur nutzte eine Vorlage von Jill Seiwert zur wichtigen Führung (33.). Zuvor hatte SVW-Torsteher Joshua Hofmann, der den am Oberschenkel gezerrten Stammtorwart David Paulus vertrat, gegen Besim Hyseni einen möglichen Rückstand vereitelt. Auch danach gab es für die Gäste am starken Ersatzmann kein Vorbeikommen. Nicht mehr ausweichen konnte Portz in einer Szene vor der Pause, als er im Zweikampf das Knie des Gegners in die Seite bekam. Folge: ausgekugeltes Hüftgelenk und große Schmerzen. „Als wäre ich vom Bus überfahren worden“, beschrieb der Spielertrainer seinen Zustand: „Das war nicht sehr angenehm. Ich habe mich irgendwie in die Halbzeit gerettet. Gut, dass der Physio das Ganze wieder richten konnte.“ So biss Portz auf die Zähne und spielte weiter – zum Glück, denn nach Foul an Kautenburger traf der 28-Jährige per Elfmeter zum 2:0-Endstand (82.). Kurz darauf sah SF-Torwart Marc-Julien Fischer Rot wegen Notbremse (83.).

Mit dem Sieg sprang Wahlen-Niederlosheim auf Rang zehn und liegt mit 30 Punkten vier Zähler vor dem nächsten Gegner 1. FC Reimsbach als Drittletztem. „Dort wollen wir an die Leistung gegen Rehlingen anknüpfen“, visiert Portz am Samstag um 16.30 Uhr den nächsten Schritt zum Ligaverbleib an.

Für Reimsbach steht der nach dem 0:0 beim SV Ritterstraße weiter auf der Kippe. Ebenso für den FC Brotdorf (27 Punkte), der zu Hause Mitkonkurrent SSV Überherrn 0:2 unterlag – unnötig, wie Thorsten Sünnen meinte: „Wir hatten gefühlte 17:2 Chancen und 80 Prozent Ballbesitz, haben es aber verpasst, unsere Überlegenheit umzumünzen“, sagte der FCB-Trainer, dessen Team entweder an Gästetorwart Jan Zenner oder am Aluminium verzweifelte.

Treffsicher zeigte sich dagegen die SG Perl-Besch, die beim SC Großrosseln durch Doppelpacks von Frederic Britten (43./58.), Sven Schmitz (55./64.) und vom eingewechselten Marius Becker (81./88.) gleich 6:0 (1:0) gewann und somit Vierter bleibt. Zu immerhin einem Zähler kam ganz spät noch der FC Noswendel Wadern im Heimspiel gegen den FSV Hemmersdorf: Azad Özdemir traf sieben Minuten nach der Einwechslung zum 2:2-Endstand (90.), nachdem die Gäste die frühe Führung des Ligasiebten durch Julian Mertes (3.) noch vor der Pause gedreht hatten.