Spektakulärer Einsatz am GleisKnifflige Übung gemeistert

Spektakulärer Einsatz am GleisKnifflige Übung gemeistert

Losheim. Eisenbahnromantik einmal ganz anders erlebten am Sonntag die Fahrgäste der Losheimer Museumsbahn bei einer gespielten Nikolaus-Fahrt zwischen dem MEB-Bahnhof Losheim und der Dellborner Mühle. Nach nur wenigen Metern geriet ein Pkw an dem unbeschrankten Bahnübergang in der Saarbrücker Straße nahe Peugeot-Müller unter die Räder der Lok der Museumsbahn

Losheim. Eisenbahnromantik einmal ganz anders erlebten am Sonntag die Fahrgäste der Losheimer Museumsbahn bei einer gespielten Nikolaus-Fahrt zwischen dem MEB-Bahnhof Losheim und der Dellborner Mühle. Nach nur wenigen Metern geriet ein Pkw an dem unbeschrankten Bahnübergang in der Saarbrücker Straße nahe Peugeot-Müller unter die Räder der Lok der Museumsbahn. Zwei weitere Fahrzeuge stießen auf den Gleisen zusammen. Eines von ihnen war auf die Seite gekippt. In allen Fahrzeugen waren Personen eingeklemmt, eine Person war unter ein Fahrzeug geraten. Auch die Fahrgäste der Bahn waren nicht ungeschoren davon gekommen. Aus einem Personenwagen drang dichter Rauch, Hilferufe waren zu vernehmen. Horst Leistenschneider, Lokführer der Unglückslok Baujahr 1959, stand unter Schock. Nach 30 Jahren war dies der zweite Unfall mit seinem Zug, erzählt er. Damals gab es eine Kollision mit einem angetrunkenen Motorradfahrer. Es ging glimpflich aus.Die Haupteinsatzzentrale in Saarbrücken hat um 14.30 Uhr Alarm ausgelöst. Der Losheimer Löschbezirksführer Andreas Brausch übernimmt sofort die Einsatzleitung und erkennt, dass er Unterstützung braucht. Das THW Mettlach wird alarmiert. Es werden zwei Einsatz-Abschnitte gebildet. Markus Nicola ist zusammen mit Peter Müller vom THW für die technische Rettung verantwortlich.Personen werden gerettet Brandbekämpfung und Personenrettung sind Sache von Abschnittsleiter Marko Wein. Die Einsatzstelle wird sofort eingeschäumt, um ein Entzünden auslaufender Flüssigkeiten zu verhindern. Das Fahrzeug unter der Lok ist derart eingeklemmt, dass zuerst die Lok vom THW mit Hebekissen angehoben werden muss. Mit einer Seilwinde wird das Fahrzeug befreit, die Personen werden gerettet. Das umgestürzte Fahrzeug muss gegen völliges Umkippen gesichert werden. Auch hier werden für die Rettung der Person unter dem Fahrzeug Hebekissen gebraucht. Erst danach kommen Rettungsscheren, Rettungsspreizer und Hydraulikzylinder von Feuerwehr und THW zu ihrem Einsatz. Auf dem Behandlungsplatz werden die insgesamt zehn geretteten Personen vom Roten Kreuz medizinisch versorgt und in Krankenhäuser transportiert. Nach 45 Minuten sind alle gerettet und der Schwelbrand gelöscht. Losheim. Die Freiwillige Feuerwehr Losheim führt zusammen mit dem THW-Ortsverband Mettlach, dem DRK-Ortsverein Losheim und der Schnellen Einsatz-Gruppe (SEG) Hochwald jährlich ihre Abschlussübung durch. Bei dem milden Herbstwetter am Sonntag kamen viele Hundert Zuschauer zum Schauplatz der Übung. Manöverkritik zum Schluss"Äußerst professionell, wie in Losheim nicht anders zu erwarten", lobte Kreisbrandinspekteur Stefan Buchmann bei der Manöverkritik in der Losheimer Feuerwache. Dass die Übung etwas knifflig war, wurde allgemein anerkannt. Es sei eben nicht ganz einfach, ein auf der Seite liegendes zerstörtes Fahrzeug aufzuschneiden, wenn sich noch vier zum Teil schwerverletzte Insassen darin befänden, war zu hören. Löschbezirksführer Andreas Brausch musste nichts zur Rechtfertigung vorbringen. Er konnte sich daher auf die Begrüßung seiner Gäste konzentrieren. Das waren der zweite Beigeordnete Stefan Scheid als Vorsitzender des Brandschutzfördervereins, Kreisbrandinspekteur Stefan Buchmann, Gemeindewehrführer Siegbert Bauer, Ortsvorsteher Stefan Palm, der Mettlacher THW-Beauftragte Manfred Schön, der Losheimer DRK-Vorsitzende Gerd Buchmann, Ehrenkreisbrandinspekteur Manfred Barth, Ehrenwehrführer Alfred Brausch und Altbürgermeister Raimund Jakobs, der Leiter der Rettungswache des Landkreises, Michael Hoffmann sowie DRK-Geschäftsführer Ralf Ehm und Malteser-Vertreter Christoph Heilmann. fs

Auf einen BlickEhrungenBeim Festnachmittag in der Losheimer Feuerwache standen Ehrungen und Beförderungen an. Für beachtliche 70 Jahre bei der Feuerwehr wurde der 88-jährige Klemens Heinz geehrt, zurzeit ältestes Mitglied des Löschbezirks. 60 Jahre Zugehörigkeit zur Feuerwehr feierten Willi Morbe und Ehrenwehrführer Alfred Brausch. Auf 50 Jahre bringen es Ludwig Jäger, Martin Krystkowiak, Otmar Lebert und Walter Quintes. Für 40 Jahre wurden geehrt: Helmut Meiers, Günter Müller, Klaus-Dieter Ninnsger, Jürgen Palm, Lothar Wein, Arnold Kreuz und Werner Thielen. Befördert wurden Jonas Schmal zum Oberfeuerwehrmann und sowie Patrick Fuisting und Heiner Schneider zum Hauptfeuerwehrmann. In die Altersabteilung übernommen wurden Lothar Mohm und Klaus-Dieter Ninnsger. fs