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Losheim
Björn Kondak soll Lothar Christ nachfolgen

SPD-Bürgermeisterkandidat Björn Kondak nach seiner Nominierung mit der Kreisvorsitzenden Martina Holzner (links) und der Landesvorsitzenden der Sozialdemokraten, Anke Rehlinger.
SPD-Bürgermeisterkandidat Björn Kondak nach seiner Nominierung mit der Kreisvorsitzenden Martina Holzner (links) und der Landesvorsitzenden der Sozialdemokraten, Anke Rehlinger. FOTO: Philipp Ludwig
Losheim. Die Losheimer SPD-Mitglieder vertrauen für die Bürgermeisterwahl ganz auf den zweiten Beigeordneten der Gemeinde.

(red) Letztlich war es eine klare Sache: Mit großer Mehrheit haben die Delegierten der SPD in der Gemeinde Losheim am See den 36-jährigen Björn Kondak aus Rimlingen zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in der Seegemeinde am 26. Mai 2019 gewählt (die SZ berichtete kurz).


Der zweite Beigeordnete der Gemeinde und Ortsvorsteher seines Heimatortes überzeugte nach Mitteilung seiner Partei die Versammlung „durch seine – trotz seines jungen Alters bereits große – kommunalpolitische Erfahrung, seine sachliche Kompetenz und sein klares Programm“. Das musste auch sein Mitbewerber Volker Braun aus Wahlen, langjähriger Ortsvorsteher und stellvertretende SPD-Kreisvorsitzender, der ebenfalls kandidiert hatte, anerkennen. Nach dem mit Zweidrittelmehrheit errungenen Abstimmungserfolg Kondaks gratulierte Braun und rief laut SPD-Mitteilung die Parteimitglieder auf, „sich nun vorbehaltlos hinter Kondak zu versammeln und die Rathausspitze zu verteidigen“.

Die SPD-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, unter deren Leitung die Kandidatenwahl stattfand, attestierte Kondak ebenfalls alle notwendigen Fähigkeiten, die einen guten Bürgermeister ausmachen. Im Vorfeld der Wahl bewertete sie es als gutes Zeichen, dass sich in schwierigen Zeiten zwei gestandene Kommunalpolitiker um das Amt bewerben wollten und den Sozialdemokraten in der Gemeinde eine Auswahl möglich sei – „auch als Unterscheidungsmerkmal zu politischen Mitbewerbern“, wie es in der Mitteilung heißt.



Die Kampagne des 36-Jährigen, der auch auf die Unterstützung seiner Frau Julia bauen kann – beide haben erst im Spätsommer geheiratet – steht unter dem Titel „Losheim am See 2030 – Zukunft gemeinsam gestalten“. Kondak hob insbesondere hervor, dass in der Seegemeinde anders als in vielen anderen Kommunen des Landes, wo man nur den Mangel verwalten könne, „dank der vorausschauenden Haushaltspolitik der letzten Jahre ein wirkliches Gestalten noch möglich sei“. Die Sozialdemokraten in der gesamten Gemeinde werden sich nach seinen Worten nun hoch motiviert in den Wahlkampf stürzen, der alle Menschen in den zwölf Orten möglichst nah erreichen soll – sie alle sind eingeladen, sich einzubringen. Zum Sammeln vieler guter Ideen überreichte die SPD-Kreisvorsitzende, Martina Holzner MdL, dem frischgebackenen Kandidaten einen roten Rucksack.

Die Versammlung dankte zudem dem scheidenden Amtschef Lothar Christ, der nach einem Vierteljahrhundert an der Spitze der Gemeinde und als mittlerweile dreifacher Großvater nicht mehr antreten wird. Auf seine zahlreichen Leistungen will Kondak nach eigenem Bekunden aufbauen.

In der Versammlung wurde auch die SPD-Bereichsliste der Gemeinde Losheim am See für die Wahl zum Kreistag des Landkreises Merzig-Wadern aufgestellt, die gleichzeitig mit der Bürgermeisterwahl stattfindet. An die Spitze wählten die Genossen den 59-jährigen Ministerialbeamten Stefan Scheid aus Losheim, gefolgt vom Saargummi-Betriebsratsvorsitzenden Arno Dühr aus Mitlosheim.