Sketche sind eine große Stärke der Kappensitzung in Rissenthal

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzung in Rissenthal : Von schönen Körpern und Multitasking

Bei der Kappensitzung in Rissenthal gab es jede Menge Sketche, Schautänze und gute Laune.

Wer träumt nicht davon, einmal mit Krönchen und Zepter auf der Bühne zu sitzen und das närrische Volk zu regieren? Hiltrud hätte es beinahe geschafft. Nach der Lektüre des Buches „Prinzenpaare für Anfänger“ kaufte sie sich ein schickes Kleidchen, montierte daheim den Duschvorhang ab, um ihn ihrem Karl-Heinz als königliche Robe um die Schultern zu legen und kam in das Rissenthaler Bürgerhaus marschiert. Aber sie sollte dort nicht glücklich werden. Ihr Ehemann demontierte das edle Bild, das sie von sich hatte mit den Worten: „Der schönste Körper in unserem Schlafzimmer ist der Heizkörper“, und anstatt ihr zu huldigen, krümmten sich die Zuschauer vor Lachen.

Sketche sind eine große Stärke der Rissenthaler Kappensitzung, die in diesem Jahr wieder vom Förderverein des SV ausgerichtet wurde. Vier Männer übten sich beim gemeinsamen Pinkeln in der Kunst des Multitaskings und hatten dann Mühe, alles wieder richtig einzusortieren. Lustig auch, wenn im Kino immer wieder jemand aufsteht und sich durch die Reihen quetscht, um Popcorn oder ähnlich wichtige Dinge zu besorgen.

Auch das Männerballett erfreute mit einer pantomimischen Darbietung, Tanzmariechen Leonie schwang die Beine, und mehrere Schautanzgruppen entführten das Publikum in die Savanne oder in die 80er Jahre, und eine zog sogar „The greatest Show“ ab.

Bauer Uli gab einen lustigen Jahresrückblick. Er erinnerte an das grandiose Fußballspiel zwischen Hemmersdorf und Thailen. Es war eine Ehre für den SV, dass dieses wichtige Turnier in Rissenthal ausgefochten wurde, und wären die Thailener nicht ihrem Ruf gerecht geworden, dem sie es schuldig sind, bei solchen Anlässen irgendjemanden zu vermöbeln, dann hätte man anschließend gemütlich feiern können.

Peinlich wird es, wenn man heimlich auf fremdem Land erntet, was man nicht gesät hat. Bauer Uli merkte eines Tages, dass jemand einen Teil seiner Wiese gemäht und das Futter gleich mitgenommen hatte. Da er davon ausging, dass der Frevler sein Tun fortsetzen würde, legte er sich auf die Lauer und konnte tatsächlich den Ring der „Futtermafia“ sprengen. Spannend und lustig zugleich schilderte er seine kriminalistische Meisterleistung.

Ja, es gab wieder viel zu lachen bei der Rissenthaler Kappensitzung, und es dauerte auch nach dem Finale noch eine ganze Weile, bis die Zuschauer gut gelaunt nach Hause gingen.