Schnelles Internet für Rissenthal

Der Losheimer Ortsteil Rissenthal könnte schon bald eine schnelle Internetverbindung mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBs) über Glasfaserkabel besitzen. Die Gemeinde Losheim am See hat vor Kurzem einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit dem saarländischen Breitband-Anbieter Inexio unterzeichnet.

. Bislang war ein schneller Internetzugang über zwei MBs in Rissenthal nur über ein LTE-Netz möglich. Inexio hat sich nun bereit erklärt, im Zuge der Glasfaseranbindung des Haustadter Tals auch Rissenthal mit schnellem Internet über Kabel zu versorgen - und dies ohne öffentliche Zuschüsse. In dem Kooperations-Vertrag verspricht Inexio, den Ort bis Sommer 2016 an das schnelle Glasfasernetz anzubinden, wenn bis Ende Februar 2015 mindestens 50 Verträge abgeschlossen werden. Hierfür werden die Gemeinde und das Unternehmen gemeinsam werben und zu Informations- und Beratungsveranstaltungen einladen.

Rissenthal ist nicht der erste Ort in der Gemeinde, in dem Inexio als Anbieter für ein schnelles Internet aktiv wird: 2010 nahm Inexio den neuen Saarland-Ring, eine Glasfaserleitung rund um das Saarland, in Betrieb und konnte damit auch erstmals die Ortsteile Wahlen, Rimlingen, Bachem, Hausbach und Britten mit schnellem Internet über 16 MBs versorgen. Rissenthal zählte aber damals mit Mitlosheim und Niederlosheim zu den Ortsteilen, die nach den damaligen Kriterien mit einer ausreichenden Breitbandanbindung versorgt waren.

Seit März 2013 wird der Ort zudem von einem bekannten Mobilfunk-Anbieter mit einer Breitbandanbindung mittels der neuesten Funktechnik LTE versorgt. Allerdings scheint das Funknetz nach Auskunft der Gemeinde nicht die versprochenen Geschwindigkeiten zu erbringen, was zahlreiche Beschwerden gezeigt hätten. Dank der Bemühungen von Ortsvorsteher Peter Meiers und seines Stellvertreters Michael Klasen hat sich Inexio nun bereit erklärt, im Zuge seiner Ausbauplanung eine kabelgebundene Breitbandanbindung mittels Glasfaser nach Rissenthal zu bringen.

Zwar kann es wegen der notwendigen Bauarbeiten noch 18 Monate dauern, bis die neue Breitbandanbindung in Betrieb geht. Bürgermeister Lothar Christ und die Verantwortlichen aus dem Ortsrat zeigten sich aber optimistisch, dass die für den Ausbau-Start vorausgesetzten 50 Vorverträge rasch zustande kommen und der Ausbau vielleicht schneller vonstattengeht. Direkte Kosten entstehen der Gemeinde durch das neue schnelle Netz nicht. Sie bringt lediglich Wege- und Durchleitungsrechte mit in die Kooperation ein und unterstützt das Unternehmen in der Kommunikation.