Sanierung lässt auf sich warten

Seit gut einem Jahr bremst eine Ampel auf der L 369 bei Wahlen den Verkehr. Und das dürfte mindestens bis Jahresende noch so bleiben. Denn die dort beschädigte Straße wird nicht vor Mitte November saniert.

Seit gut einem Jahr bremst eine Ampel die Autofahrer auf der L 369 im Wald zwischen Wahlen und Oppen. Auf dem betroffenen, nur knapp 50 Meter langen Straßenabschnitt war die Fahrbahn wegen eines defekten Entwässerungsrohres unterspült worden, am Rand ist die Asphaltdecke teilweise eingerissen und weggebrochen (die SZ berichtete). Den betroffenen Bereich hat der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit Baken abgesperrt, die dadurch entstandene Engstelle per Ampel geregelt. Dass diese aber nach einem guten Jahr immer noch dort steht, sorgt in der Region zusehends für Unmut: "Meiner Meinung nach wird die Angelegenheit recht stiefmütterlich behandelt", erklärt etwa der Wahlener Ortsvorsteher Volker Braun . Er bekomme viele Anfragen von Bürgern, wie lange denn die Ampelregelung noch bestehen bleibe.

Die SZ hat beim LfS nachgefragt, wann mit einer Sanierung des Straßenabschnittes zu rechnen ist. Dessen Sprecher Klaus Kosok sagte hierzu: "Wir wollen den Schaden noch im Laufe dieses Jahres beheben." Dass es so lange dauerte, bis sich hier etwas getan hat, erklärte Kosok mit einem langwierigen internen Abstimmungsprozess in der Behörde. Immerhin sei nun klar, welche LfS-Abteilung die Sanierung erledigt, wie sie ausgeführt wird und bis wann sie erledigt sein soll. Ob das indes gelingen wird, sei derzeit noch offen. Der Grund sind naturschutz- und vergaberechtliche Tücken. Der beschädigte Straßenabschnitt grenze an ein Naturschutzgebiet der Kategorie FFH (Fauna-Flora-Habitat), so dass jeglicher Eingriff in die Landschaft von den zuständigen Behörden genehmigt werden müsse. Der LfS habe das Landesamt für Umweltschutz (LUA) angeschrieben und die Sanierungsarbeiten dort angezeigt. "Sobald wir vom LUA die Zustimmung bekommen, werden wir die Arbeiten ausschreiben", unterstrich Kosok. Wegen der Fristen, die hierbei zu beachten sind, sei aber nicht mit einer Vergabe des Auftrages vor Mitte November zu rechnen.

Damit könnte die Sanierung ein Wettlauf gegen die Zeit werden. Der LfS veranschlagt vier Wochen für die Arbeiten. "Wir verbinden die Behebung des Schadens mit einer Sanierung der Fahrbahndecke", sagte Kosok. Um den durchnässten Hang zu stabilisieren, sollen dort elf so genannte Erdbetonstützscheiben, zwei Meter breit und zehn Meter lang, in den Boden eingelassen werden. Anschließend werde die Fahrbahndecke erneuert. Da aber Asphaltierungsarbeiten nur bei bestimmten Temperaturen möglich sind, könnte ein früher Wintereinbruch die Sanierung weiter verzögern. Während der Arbeiten soll die Straße komplett gesperrt bleiben.