Projekttag zum Klimaschutz an der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule

Losheim : Kinder werden zu Experten für Klimaschutz

Schüler der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule in Losheim haben sich einen Tag lang mit CO2, Energieeinsparung und Co. beschäftigt.

Frühlingshafte Temperaturen im Winter, unwetterartige Gewitter, Stürme, Dürreperioden und Naturkatastrophen sind schon lange keine Seltenheit mehr. Das Wetter auf unserem Planeten spielt verrückt. Immer häufiger wird in den Medien darüber berichtet – auch hierzulande sind die Veränderungen zu spüren. Viele Wetterkapriolen sind Folgen des Klimawandels. Daher ist das Thema Klimaschutz nicht erst seit der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg zu einer zentralen Aufgabe unserer Zeit geworden.

Bei der ersten Kinderklimaschutzkonferenz an der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule wurden die Schüler der Klasse 6b am vergangenen Dienstagmorgen während einens ganzen Schultages für das Thema sensibilisiert. Das Projekt fand in Kooperation mit der Gemeinde Losheim, dem Nabu Saarland und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld statt.

Gemeinsam mit Isabel Bätzold und Franziska Schenk vom IfaS und Klassenlehrer Stefan Konz lernten die „Erwachsenen von morgen“ auf kindgerechte Art und Weise mit dem Thema umzugehen. Begleitet wurden sie dabei von IfaS-Maskottchen Kuno, dem Eisbär, Helmut Harth, Vorsitzender des Nabu Weiskirchen-Losheim, Schulleiter Gerd Bermann und einigen Eltern.

„Mit den Experimenten und Gruppenarbeiten wollen wir den Kindern das komplexe Thema begreiflich machen. Ziel ist, dass sie selbst Möglichkeiten finden, wie sie in der Schule, aber auch zu Hause, Energie einsparen und damit einen Teil zum Klimaschutz beitragen können“, erklärt Bätzold, die auch in Grundschulen und Kindergärten unterwegs ist. Die einzelnen Module der Projekttage werden dabei je nach Alter und Wissensstand angepasst und erweitert.

So wurde den Sechstklässlern in einem Rollenspiel mit Winterjacken die Erderwärmung veranschaulicht. Dafür musste ein Schüler mehrere Jacken übereinander anziehen, was die Zunahme vom Kohlenstoffdioxid (CO2) symbolisierte.

Maskottchen Kuno zeigte den Kindern den Lebensraum vom Eisbär und versuchte ihnen das Schmelzen der Polkappen zu vermitteln. In einem Experiment lernten die Schüler außerdem, wie man CO2 nur mit Hilfe von Luftballons, Essig und Backpulver in einer Glasflasche „sichtbar“ machen kann.

Es gibt viele Möglichkeiten seinen Teil zum Klimaschutz beizutragen, wie Bätzold erklärt. Angefangen beim richtigen Heizen und Lüften bis hin zu der Frage: „Wie kann ich Strom sparen?“ Am Ende des Tages stand für die Schüler noch ein Rollenspiel auf dem Programm, das verdeutlichen sollte, dass alle vom Klimawandel betroffen sind. Dabei sollten sich die Schüler in ihren jeweiligen Gruppen in die Lage unterschiedlicher Nationen der Welt versetzen und danach eine Klimaschutzkonferenz nachspielen.

Auf dem kleinen Inselstaat Tuvalu im pazifischen Ozean beispielsweise versinken die Menschen regelrecht im steigenden Meeresspiegel. Ähnlich ist die Situation auch in der Arktis, wo den Eisbären der Lebensraum wegschmilzt. Während der kleinen Konferenz stellten sie dar, welche Folgen der Klimawandel für die jeweiligen Gebiete mit sich bringt, was dagegen getan werden kann und von welchen Ländern sie sich Unterstützung erhoffen.

Isabel Bätzold vom IfaS erklärt das Luftballon-Experiment. Foto: Julia Franz

Zum Abschluss wurden die Kinder als Klimaschutzexperten ausgezeichnet. Dazu erhielt jeder Schüler, der teilgenommen hatte, eine Urkunde. Für die Klasse 6b der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule in Losheim war dieser Projekttag aber nur der Einstieg in das Thema. Vor den Sommerferien sind noch weitere Projekte geplant.

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