Niederlosheimer gibt den Takt vor

Ein Leben für die Feuerwehr und die Musik. Edmund Heinz arbeitete hauptberuflich als Leiter der Werksfeuerwehr von Villeroy & Boch. Heute ist er im Musikverein aktiv und ist mit seinem Schlagzeug dabei.

Feuerwehr und Musik: Mit diesen beiden Begriffen bringen viele Leute den Namen Edmund Heinz in Verbindung. In Niederlosheim geboren, trat er schon in den 60er Jahren dem örtlichen Löschbezirk bei. Eine seiner ersten "Amtshandlungen" bestand darin, bei einem großen Feuerwehrfest gemeinsam mit anderen jungen Leuten eine Hausatrappe zu löschen.

Seine Ausbildung zum Betriebsschlosser absolvierte Heinz bei Villeroy & Boch, aber bereits ein halbes Jahr nach dem Abschluss begann er bei der Niederlosheimer Firma Homanit, damals noch Renitex, als Schlosser zu arbeiten.

1975 übernahm er von Karl Kiefer die Leitung der Werksfeuerwehr. Neben den Übungen gehörte auch die Instandhaltung der Gerätschaften zu seinen Aufgaben. In einem Faserplattenwerk ist die Brandgefahr besonders groß, und es ging ein paar Mal kräftig zur Sache. "Einmal ist die Staubfilteranlage explodiert", erinnert er sich, "und es gab einen Brand im Sägemehlbunker." Am heikelsten waren Brände an der Faserpresse, weil dabei die meisten Menschen in Gefahr gerieten. Einmal gab es sogar ein Großfeuer, bei dessen Bekämpfung mehrere Löschbezirke im Einsatz waren.

Heinz, der mittlerweile seinen wohl verdienten Ruhestand genießt, war nicht nur Leiter der Werksfeuerwehr, sondern bis zur Übernahme derselben stellvertretender Löschbezirksführer von Niederlosheim , wo er im Oktober 1980 die erste Jugendwehr gründete. Damals hatten noch nicht alle Löschbezirke eine Jugendabteilung. Er unternahm viel mit den jungen Leuten, organisierte Zeltlager und Wettbewerbe und war mehrere Jahre lang Jugendbetreuer der Feuerwehren in der Gemeinde.

Im Sportverein ist er nur zahlendes Mitglied, im Musikverein ist er bis heute aktiv mit seinem Schlagzeug dabei. "Am Anfang war das überwiegend die große Trommel", erzählt er schmunzelnd. Inzwischen hat er ein ganzes Arsenal von Perkussionsinstrumenten im Keller, die er virtuos zu handhaben versteht.

Er spielt auch bei den Oldies mit, einer bunt gewürfelten Schar aus verschiedenen Dörfern und Gemeinden, die überwiegend Egerländer Musik im Programm hat. In den 60er und 70er Jahren war Heinz Teil einer Tanzband. Mit "Les etoiles" brachte er zwölf Jahre lang die Beine seines Publikums zum Wirbeln.

Lebt er gerne in Niederlosheim ? "Natürlich! Es ist meine Heimat. Ich kenne hier jeden." Heinz beteiligt sich an der Gestaltung seines Dorfes. Als Ortsratsmitglied trägt er seit Jahren Verantwortung und ist erfreut darüber, dass in dieser Zeit einiges bewegt wurde. Seine Leistungen werden von allen anerkannt, er genießt hohes Ansehen. Warum sollte er woanders leben wollen?

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