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Motorsense nervt Teilnehmer der Yogastunde im See-Garten

Losheim. Der See-Garten am Losheimer Stausee ist ein idyllischer Ort, gerade in den Morgenstunden ein Platz voller Ruhe und Harmonie - und damit eigentlich die ideale Stätte für eine Beschäftigung, die auf Ruhe, Harmonie und inneren Einklang ausgerichtet ist: Yoga. Christian Beckinger

Jeden Mittwoch um neun Uhr findet in den Sommermonaten bei schönem Wetter eine Yoga-stunde im See-Garten statt, geleitet von Yogalehrerin Silke Dürr. Ein Angebot, das im Veranstaltungskalender der Gemeinde ausgewiesen ist und sich auch bei Feriengästen, die auf dem Campingplatz am See oder in einem der Hotels dort residieren, großer Beliebtheit erfreut.



Lautstarker Motor

An diesem Mittwoch allerdings fiel es den Teilnehmern des Kurses schwer, bei ihren Meditations- und Bewegungsübungen zu sich selbst zu finden: Unmittelbar neben der Holzterrasse, auf der sich die Gruppe versammelt hatte, ließ der Bauhof der Gemeinde den dortigen Heckenbestand stutzen - und zwar mittels einer lautstarken Motorsense. Auf eine Intervention der Yogalehrerin hin verlagerte der beauftragte Mitarbeiter seinen Arbeitsbereich zwar weiter weg in Richtung Seeufer, aber der Geräuschpegel des Gerätes war offenbar immer noch erheblich.

"Unerträglicher Lärm"

Teilnehmer des Kurses beklagten gegenüber der SZ und auch gegenüber dem Eigenbetrieb Tourismus der Gemeinde, der für den See-Garten zuständig ist, den "unerträglichen Motorenlärm". Der Eigenbetrieb bedauerte auf SZ-Anfrage, dass der Yogakurs so beeinträchtigt worden sei - offenbar habe man sich bei den Pflegearbeiten nicht an vereinbarte Ruhezeiten gehalten. Zugleich gelobte der Eigenbetrieb in einem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, Besserung: "In Zukunft werden keine Motorarbeiten am Mittwochmorgen von 9 bis 10 Uhr mehr in der Nähe der Plattform durchgeführt."