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Eiserne Hochzeit: mg-eil-Eiserne Hochzeit

Eiserne Hochzeit : mg-eil-Eiserne Hochzeit

Der Samstag, 28. Juli, ist ein ganz besonderer Tag im Leben von Adolf und Änni Lillig geborene Schulligen aus Britten. Die beiden feiern ihre Eiserne Hochzeit. Seit 65 Jahren teilen sie Freud und Leid miteinander, haben zwei Söhne großgezogen und wurden mit der Geburt von fünf Enkelkindern beschenkt.

Wie hält man es so lange miteinander aus? „Wir haben immer viel gesungen und gelacht“, verrät Änni Lillig ihr Erfolgsrezept. Die 88 und 89 Jahre alten Senioren kamen beide in Britten zur Welt, er sogar in der kältesten Nacht des vorigen Jahrhunderts, nämlich am 10. Februar 1929 bei minus 29 Grad. Er erlernte den Schreinerberuf, wurde dann 1943 als „Schanzenjunge“ zur Feuerwehr eingezogen und arbeitete später als Postbeamter.

Der Feuerwehr ist er treu geblieben und war viele Jahre lang Wehrführer. Nachdem er mit 59 Jahren durch eine Thrombose ein Auge verloren hatte, ging er in Pension, aber keineswegs in den Ruhestand. Gemeinsam mit seiner Frau war er jahrzehntelang in mehreren Kegelclubs aktiv, und die beiden konnten schöne Erfolge verbuchen.

Änni Lillig hatte in jüngeren Jahren einen glockenreinen Sopran. Sie war Mitglied im Madrigalchor Klaus Fischbachs in Trier und sang auch viele Jahre lang in der Chorgemeinschaft Hausbach. Künstlerische Begabung wurde den Mitgliedern der Familie Schulligen in die Wiege gelegt. Ännis Schwester Maria, die Ehefrau von Klaus Fischbach, konnte nicht nur singen sondern auch sehr schön malen. Viele ihrer Bilder schmücken das Wohnzimmer der Lilligs im Stift Myosotis. Sohn Joachim bereichert als stimmgewaltiger Barde gemeinsam mit Freund „Vitter“ die Kappensitzungen mit fröhlich-frechen Liedern.

Auch Adolf und Änni Lillig waren jahrzehntelang bei den Hirtzen aktiv, sangen, schrieben und hielten Büttenreden und standen immer bereit, wenn es Arbeit gab.

Adolf und Änni Lillig feiern Eiserne Hochzeit. Foto: Werner Krewer Foto: Werner Krewer

Die beiden sind viel gereist – sowohl mit ihren Vereinen und Clubs als auch privat. „Es war ein schönes Leben“, resümiert die Frau, die trotz der Beschwernisse des Alters nicht das Lachen verlernt hat. Die beiden haben die Kulturgeschichte ihres Heimatdorfes entscheidend mitgeprägt. Nun kann das betagte Paar seine etwas ruhiger gewordenen Tage damit verbringen, in Erinnerungen zu schwelgen und die schönsten Episoden ihres ereignisreichen Lebens Revue passieren zu lassen.