Losheim: Neues Einsatzboot für die Lebensretter am Stausee

Losheim : Neues Einsatzboot für die Lebensretter

Die DLRG nahm die Saarland VII in Besitz. Die Gemeinde Losheim hatte das 15 000 Euro teure Boot finanziert.

Mit viel Sekt und in Anwesenheit vieler Gäste wurde am Donnerstagnachmittag das neue Rettungsboot am Losheimer Stausee eingeweiht und zum ersten Mal zu Wasser gelassen. Auf den Namen Saarland VII hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die am Stausee für die Sicherheit der Badegäste sorgt, das Einsatzboot getauft. Gerd Bauer, Präsident der DLRG Saar, dankte der Gemeinde Losheim für die gute Zusammenarbeit über die Jahre und ganz besonders dafür, dass sie für die Anschaffung des neuen Rettungsbootes aufgekommen ist. „Wir machen das, was wir am besten können: uns um Menschen kümmern“, sagte Bauer. „Doch dafür brauchen wir die entsprechenden Mittel. Wir danken der Gemeinde Losheim am See vielmals dafür, dass sie für das Boot aufkommt, damit wir unserer Aufgabe nach wie vor nachgehen können.“ Er wünschte der Seeaufsicht, dass sie mit dem neuen Boot möglichst selten ausrücken muss, um Leben zu retten.

Der Losheimer Bürgermeister Lothar Christ nahm den Dank gerne an und zeigte sich im Gegenzug erfreut, dass die Lebensretter dafür sorgen, dass jeder, der am Stausee ins Wasser geht, sich sicher fühlen kann. „Bei entsprechendem Wetter haben wir am Stausee bis zu einer halben Million Besucher im Jahr. Da brauchen wir Leute, die aufpassen, dass nichts passiert“, betonte Christ. Daher habe er sich bemüht, den Kauf des Rettungsbootes im Losheimer Gemeinderat durchzusetzen. „Ich wünsche den Männern und Frauen von der DLRG allzeit gute Fahrt.“ Rund 15 000 Euro kostete das Boot.

Der katholische Pastor Peter Alt von der Pfarreiengemeinschaft Losheim am See und die Pfarrerin Wiebke Reinhold von der Evangelischen Kirchengemeinde Wadern-Losheim weihten das neue Rettungsboot ein. „Wasser kann Leben bedeuten, aber die Retter der DLRG wissen, dass Wasser auch Gefahr bedeuten kann. Dieser Gefahr können sie mit dem neuen Einsatzfahrzeug nun trotzen“, sagte Alt und segnete das Boot mit Weihwasser. Die Arbeit der DLRG verglich Pfarrerin Reinhold mit den Taten von Jesus Christus. „So wie Jesus wandeln auch sie auf dem Wasser, und so wie Jesus versprechen auch sie den Menschen Hilfe und Rettung, so wie er stehen sie ihnen in der Not bei“, sagte sie. Die Ziele der DLRG entsprechen genau den Werten des christlichen Glaubens, bekräftigte Reinhold.

Doch warum brauchte die Losheimer Wasserwacht überhaupt ein neues Rettungsboot? Weil eines der beiden Boote, die am Stausee im Einsatz sind, so stark beschädigt wurde, dass sich eine Reparatur nicht mehr gelohnt hätte, erläutert Tobias Wagner, technischer Einsatzleiter bei der DLRG Saar. Während der Stützpunkt der DLRG am Stausee im Winter 2017/18 umgebaut wurde, mussten die beiden Rettungsboote, Saarland III und Nivea 28, anderswo unterkommen. Die Gemeinde hatte eine Lagerhalle in Niederlosheim gemietet, wo die Boote überwintern sollten. Allerdings brachen Unbekannte in die Halle ein, stahlen die Außenbordmotoren der beiden Boote und beschädigten die Rümpfe. „Das ältere Saarland III konnte repariert werden, bei dem jüngeren Nivea 28 wäre eine Reparatur ökonomisch nicht mehr rentabel gewesen“, erklärt Wagner. 2018 hatte die Losheimer Wacht ein zweites Boot als Ersatz gemietet, jetzt konnte für die Saison 2019 dank der Gemeinde Losheim am See ein neues Einsatzboot angeschafft werden.

Saarland Vll, ein neues Motorrettungsboot für den Stausee Losheim. DLRG Präsident Gerd Bauer (m) und Bürgermeister Lothar Christ gehen auf große Fahrt. Mitdabei DLRG Helfer. Foto: Werner Krewer. Foto: Werner Krewer
Saarland Vll, ein neues Motorrettungsboot für den Stausee Losheim. DLRG Präsident Gerd Bauer (m) und Bürgermeister Lothar Christ gehen auf große Fahrt. Mitdabei DLRG Helfer. Foto: Werner Krewer. Foto: Werner Krewer
Saarland Vll, ein neues Motorrettungsboot für den Stausee Losheim. DLRG Präsident Gerd Bauer (m) und Bürgermeister Lothar Christ gehen auf große Fahrt. Mitdabei DLRG Helfer. Foto: Werner Krewer. Foto: Werner Krewer

Bei dem neuen Motorrettungsboot mit dem Namen Saarland VII handelt es sich um das Modell Whaly 500 R Professional des niederländischen Herstellers Whaly. Laut DLRG fiel die Wahl auf dieses Modell, da es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Darüber hinaus seien viele Spezifikationen des Bootes für die Anforderungen des Wasserrettungsdienstes besonders gut geeignet. „Das Boot ist aus Polyethylen gefertigt und damit sehr widerstandsfähig“, erläutert Wagner. Außerdem eigne sich die Bugklappe des Bootes ideal zur Rettung und Bergung von Personen aus dem Wasser. Maximal zwölf Personen kann das Boot laut Angaben des Herstellers transportieren. Es ist 4,99 Meter lang und 2,10 Meter breit, knapp einen Meter hoch und wiegt 365 Kilo.

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