Lose Schrauben: Windradhersteller bedauert Vorfall

Lose Schrauben: Windradhersteller bedauert Vorfall

Der Anlagenhersteller Vensys hat auf die Vorfälle an einem der Räder des Windparks Judenkopf in der vergangenen Woche (wir berichteten) reagiert. Die Firma aus Neunkirchen bestätigt, dass die am Dienstag von Greimerather Bürgern gefundenen Schrauben von einem Servicebauteil des Rads stammen.

Dieses diene im Wartungsfall der Arretierung, mit denen Rotorblätter mechanisch angehalten werden können. Die Schrauben dieses Bauteils hätten sich gelöst und seien zu Boden gefallen. Ein weiteres Metallteil sei in die Nabe der Anlage gefallen. Dies habe zu den schlagenden Geräuschen geführt, die die Greimerather beunruhigt hatten. Laut Vensys sind durch das lose Metallteil lediglich Lackschäden an der Anlage entstanden. Die zu Boden gefallenen Schrauben seien "weder für den Betrieb noch die Sicherheit der Anlagen verantwortlich", betont Vensys. Sie würden von den Serviceleuten mit der Hand angezogen. Dabei sei es wohl am Judenkopf "bedauerlicherweise zu diesem Einzelfall gekommen", sagt Firmensprecherin Sabrina Baumann. Sie stellt klar, "dass andere Schrauben, die für die Sicherheit eines Rads verantwortlich sind, hydraulisch angezogen und regelmäßig geprüft werden und somit ein Lösen auszuschließen ist". Vensys werde aus allen seinen Anlagen das gesamte Servicebauteil aus der Rotoreinheit entfernen.