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| 21:07 Uhr

Neue Kooperation
KÜS sorgt für mehr Arbeitssicherheit

Die neuen Partner der KÜS Service GmbH (v.l.n.r): Stefan Schuler, Peter Schuler, Nikolaus Schmitt (KÜS), Lothar Christ (Bürgermeister Losheim), Wolfgang Martin, Josef Theil (Technische Werke Losheim), Werner Hero (Bürgermeister Weiskirchen), Jochen Kuttler (Bürgermeister Wadern).
Die neuen Partner der KÜS Service GmbH (v.l.n.r): Stefan Schuler, Peter Schuler, Nikolaus Schmitt (KÜS), Lothar Christ (Bürgermeister Losheim), Wolfgang Martin, Josef Theil (Technische Werke Losheim), Werner Hero (Bürgermeister Weiskirchen), Jochen Kuttler (Bürgermeister Wadern). FOTO: Hans-Georg Marmitt/KÜS
Losheim am See/Wadern/Weiskirchen. Hochwaldkommunen werden künftig von Losheimer Sachverständigen-Organisation zum Thema Unfallverhütung beraten.

Um die Arbeitssicherheit in kommunalen Einrichtungen, Baubetriebshöfen und Versorgungsbetrieben in den Hochwald-Kommunen Wadern, Weiskirchen und Losheim am See kümmert sich künftig die in Losheim ansässige Sachverständigen-Organisation KÜS. Am Montag haben die Bürgermeister der drei Hochwald-Gemeinden und KÜS-Bundesgeschäftsführer Peter Schuler in der Unternehmenszentrale in Losheim die neue Zusammenarbeit vorgestellt (die SZ berichtete kurz).

Dabei wird die KÜS Service GmbH, ein unter dem Dach des Firmenverbundes ansässiges Dienstleistungsunternehmen, das sich auf die Arbeitssicherheit in Betrieben und Organisationen spezialisiert hat, die drei Kommunen beraten und unterstützen. Das Thema ist von hoher Bedeutung, unterstrich KÜS-Geschäftsführer Schuler in Losheim: „Kaum einer spricht, anders als im Straßenverkehr, von den Toten oder Verletzten durch Unfälle am Arbeitsplatz.“ Zudem seien Arbeitgeber nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu unternehmen. Und dabei gibt es gerade in Kommunen ein sehr breites Betätigungsfeld, machte Weiskirchens Rathauschef Werner Hero deutlich: „Wir Kommunen sind ein Allround-Betrieb. Bei uns gibt es Tiefbau, Hochbau, Werkstätten, Fahrzeug-Fuhrparks und noch vieles mehr.“

Wie weit dieses Thema reicht, verdeutlichte Losheims Verwaltungschef Lothar Christ an einem vergleichsweise simplen Beispiel: „Unsere Kindergärten sind ein sehr wichtiges Gebiet beim Thema Arbeits- und Betriebssicherheit.“ Allein in der Seekommune gebe es rund 80 Beschäftigte in den Kindertageseinrichtungen. „Da kann schon die Frage, ob eine Tür so konstruiert ist, dass sie sicher und ohne Verletzungsrisiko funktioniert, von Bedeutung sein“, unterstrich Christ. Denn zum einen müssten in den meisten Kitas die Zugangstüren zum Gebäude vermeiden, dass Kinder das Gelände unbeaufsichtigt verlassen können. Zum anderen sollte aber auch für die kleinen Schützlinge keine Verletzungsgefahr durch eine zuschlagende Tür bestehen.

Außer den Gemeinden und ihren Einrichtungen wie den Bauhöfen beteiligen sich auch die Technischen Werke Losheim (TWL) sowie die von Losheim, Wadern und Weiskirchen gemeinsam betriebene Hochwald Wasser GmbH als Versorgungsbetriebe an der Kooperation. Ob es dabei um Arbeiten an Versorgungsleitungen geht, um die korrekte Einrichtung und Absicherung von Baustellen oder um den Umgang mit spezialisierten Maschinen und Geräten: Es bestehen vielerlei Unfall- und Verletzungs-Risiken, machte KÜS-Chef Schuler deutlich. „Maschinen sind in den vergangenen Jahren immer größer, komplexer und leistungsfähiger geworden – und damit auch gefährlicher.“ Daher werde die KÜS Service GmbH mit ihren Fachleuten zunächst eine Überprüfung der vorhandenen Arbeitsgeräte und Arbeitsplätze bei den Kooperationspartnern vornehmen – also eine Erfassung des Ist-Zustandes. Schuler: „Wir werden alle Maschinen auf ihre Funktionstüchtigkeit und mögliche Unfallrisiken überprüfen.“ Zudem werden die KÜS-Fachleute, gegebenenfalls unterstützt durch externe Experten,  in jedem kommunalen Bereich vorhandene Gefahrenpotenziale untersuchen und Schutzmechanismen entwickeln. Für den Waderner Hauptamtsleiter Bernd Peifer ist dies eine wichtige Grundlagenleistung: „Es geht darum, Gefährdungspotenziale in vielen Bereichen ausfindig zu machen – auch in öffentlichen Räumen wie Bädern, Museen oder Büchereien.“

In einem weiteren Schritt sollen dann die Beschäftigten der drei Kommunen und der Versorgungs-Unternehmen von der KÜS Service GmbH intensiv und kompetent zum Thema Arbeitssicherheit geschult werden. Das so erworbene Wissen soll nicht nur bei der eigenen Beschäftigung Anwendung finden, erläuterte Werner Hero: „Es geht auch darum, unsere Mitarbeiter so zu qualifizieren, dass sie bei der Überwachung von Arbeiten, die an Drittfirmen vergeben wurden, in die Lage versetzt werden, Gefahrenquellen oder Defizite zu erkennen.“ Josef Theil, Geschäftsführer der Technischen Werke Losheim hob hervor, dass die Bedeutung des Unternehmens KÜS als bundesweit tätiger Sachverständigen-Organisation durch die Etablierung der neuen Service-Sparte zur Arbeitssicherheit nachhaltig gestärkt werde. „Darum war es für uns selbstverständlich, bei dieser Kooperation mitzumachen.“ Für Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler ist die neue Partnerschaft „ein kleines, aber wichtiges Mosaiksteinchen auf dem Weg zur interkommunalen Zusammenarbeit“. Sein Losheimer Amtskollege  Christ gab der Hoffnung Ausdruck, „dass wir durch die Kooperation mehr Professionalität in das Thema Arbeitssicherheit bekommen“.