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Kreuzweg der Frauen wird gut angenommen

Kreuzweg der Frauen wird gut angenommen

Die katholischen Frauen des Dekanates Losheim-Wadern freuen sich über die gute Resonanz auf den von ihnen entwickelten Kreuzweg. Dabei geht es um bewusstes Hinsehen, Nachdenken und auch um das Gemeinschaftserlebnis.

Die 14 Stationen mit Natur pur, Denkmälern und Gebäuden zu verbinden: Das ist der Anspruch, den die Frauen vom kfd-Vorstand des Dekanates Losheim-Wadern mit ihrem Kreuzweg verbinden. Und diese Idee stößt von Jahr zu Jahr auf mehr Resonanz. So fanden sich kürzlich 70 Frauen an der Dellborner Mühle ein, um sich zusammen auf den Weg zu machen. Das Motto der kfd "einsam - gemeinsam" haben die Teilnehmerinnen nach Worten von Vorstandsmitglied Liane Wagner nur zu gerne aufgegriffen, waren sie in diesen Stunden in Gesellschaft und nicht einsam. Auch das Wetter habe mitgespielt. "Die Tage zuvor hielt uns der Winter noch auf Trab, und wir hatten Bedenken", berichtet sie. Die Resonanz auf den Kreuzweg sei in den vergangenen Jahren "sehr gewachsen", das Angebot werde gut angenommen. Zählte die kfd beim ersten Mal rund 40 Frauen, werden es laut Wagner Jahr für Jahr mehr. "Das freut uns natürlich sehr. Für uns ist dies ein Zeichen, dass es eine gute Idee war, Frauen ein solches Angebot zu machen."

"Für unseren ersten Kreuzweg hatten wir die Waderner Stadtmitte ausgesucht - mit öffentlichen Gebäuden, die zum Leben gehören." Das Krankenhaus zählt sie auf, den Kindergarten, das Gericht und eine Bank. Der Noswendeler See, der Weiher von Weiskirchen, der Lückner bei Oppen, der Losheimer Seegarten waren weitere Stationen. "Wir gehen die Strecke im Vorfeld ab und versuchen die Stationen mit Natur, Gebäuden oder Denkmälern zu verbinden", verrät Liane Wagner. Die Texte seien aus dem Leben genommen und auf Stellen bezogen, die die Frauen auf ihrer Route sehen. "Leider geht man zu oft den Weg einfach nur ab, ohne viel rechts und links zu schauen, bei diesem Kreuzweg ist es anders, es muss hingesehen werden", sagt Liane Wagner. Gerade in der heutigen Zeit ist Hinsehen wichtiger geworden, ebenso Nachdenken und Handeln. Das gemütliche Beisammensein zum Abschluss dürfe nicht fehlen. "Auch das ist wichtig, wenn man den oft schweren Gedanken auf dem Kreuzweg nachgehangen hat, in geselliger Runde zu verweilen, um ein Schwätzchen mit dem ‚Nachbarn' zu halten."