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Losheim
Das Gute der Vergangenheit bewahren

Das Jahrbuch des Kreisheimatvereins wurde im Losheimer Schlösschen vorgestellt (v.l.): Jochen Kuttler, Lothar Christ, Hubert Schommer, Volkmar Schommer, Bernd Altpeter, Peter Kirch, Bernd Schneider und Dieter Ernst
Das Jahrbuch des Kreisheimatvereins wurde im Losheimer Schlösschen vorgestellt (v.l.): Jochen Kuttler, Lothar Christ, Hubert Schommer, Volkmar Schommer, Bernd Altpeter, Peter Kirch, Bernd Schneider und Dieter Ernst FOTO: Werner Krewer
LOSHEIM. Im Losheimer Schlösschen stellt der Kreisheimatverein jetzt sein neues Jahrbuch mit zahlreichen regionalen Geschichten vor. Von Norbert Becker

Seit vielen Jahren ist der von Hubert Schommer als erstem Vorsitzenden geführte Verein für Heimatkunde im Kreis Merzig-Wadern (Kreisheimatverein/KHV) mit seinen Veranstaltungen gerne Gast an bedeutsamen Orten. Diesmal bot das Losheimer Schlösschen mit seiner sehenswerten Otto-von-Pidoll-Galerie das passende Ambiente zur offiziellen Präsentation des neuen Jahrbuches 2018, mit dem der KHV seine erfolgreiche Publikationsserie im Dienste der Geschichte des Kreises und seiner Kommunen fortsetzt.


Zu Beginn der von der Solistin Lisa Helfer mit französischen und deutschen Liedern musikalisch umrahmten Veranstaltung hieß Bürgermeister Lothar Christ als Hausherr die offiziellen Gäste (siehe Info) und anwesenden Autoren mit dem Zitat „Zukunft braucht Herkunft“ des Philosophen Odo Marquardt willkommen. Das Gute der Vergangenheit, positive Werte und Traditionen bewahren, ohne zu verklären, das heißt auch das Schlechte der Vergangenheit zu erkennen und zu benennen, das ist eine sehr wichtige Aufgabe der Heimatforschung“, betonte Christ und wies darauf hin, dass die Heimatforschung aufzeigen kann, welche Not, Diktatur und Krieg hervorrufen und wie wichtig unsere Demokratie und die Zusammenarbeit in Europa sind. Des Weiteren erklärte der Bürgermeister: „Die neue Ausgabe der Buchreihe zeigt mit ihrer thematischen Breitseite erneut die Vielseitigkeit des Landkreises sowie seiner Städte und Gemeinden und stärkt in diesem Rahmen auch die regionale Identität.“ Dabei freue es ihn natürlich sehr, dass die diesjährige Ausgabe des Kreisheimatbuches schwerpunktmäßig der Gemeinde Losheim am See gewidmet sei und den Lesern in diesem Rahmen einen besonderen Einblick in die Vielfalt und Reichhaltigkeit der Seegemeinde als Tourismus- und Wirtschaftszentrum biete. Aber auch von den anderen Kommunen habe der KHV eigene und eine Vielzahl von Beiträgen regionaler Autoren zusammengetragen, um neben speziellen Aufsätzen Geschehnisse, Entwicklungen und Ereignisse der Jahre 2017 und 2018 in diesem heimatkundlichen Werk zu dokumentieren. Christ: „Mit dem neuen Nachschlagewerk halten wir ein Stück in Wort und Bild gefasste lebendige Heimatgeschichte in Händen – einen echten Wissens- und Informationsspeicher – der dem heutigen und zukünftigen Leser einen vielfältigen und weit gefassten Blick in die gesellschaftlichen und politischen Geschehnisse unserer Region erlaubt.“ Der scheidende Bürgermeister gratulierte zur gelungenen neuen Publikation, dankte den beteiligten Initiatoren und Verfassern sowie Mitgestaltern des schönen Abends und unterstrich abschließend: „Niemand darf seine Wurzeln vergessen, sie sind Ursprung unseres Lebens.“

Die Grüße und Glückwünsche des Vereins für Landeskunde im Saarland (VLS) übermittelte dessen stellvertretender Vorsitzender Peter Kirsch. „Viele Menschen sind nach wie vor auf der Suche nach Spuren unserer Vergangenheit, eine Arbeit die immer wieder fasziniert, was auch sicherlich die Autoren des diesjährigen Kreisheimatbuches angetrieben hat, Veröffentlichungen dieser Art bilden einen wertvollen Fundus für Geschichtsinteressierte und stellen einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung und Erhalt unserer Heimatgeschichte dar“; befand er. Daran hätten Hubert Schommer und sein KHV großen Anteil. Der KHV-Vorsitzende selbst zeigte sich über den guten Besuch der Feierstunde erfreut und sprach ebenfalls Willkommensgrüße sowie Erläuterungen zum Buch.



Der scheidende Losheimer Bürgermeister Lothar Christ tritt darin auch als Autor in Erscheinung und wartete mit einer Kurzbetrachtung zu seiner Gemeinde auf. Waderns Bürgermeister und KHV-Vorstandsmitglied Jochen Kuttler zitierte aus seinem Buch „Hitlerweck und Einkaufssonntag“.

Ruth Selzer (stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Losheim) trug Auszüge aus ihrem Artikel zur Urwahlener Kapelle vor und die Professorin Maria Besse (Universität des Saarlandes) ging auf ihren Beitrag zu ehemaligen Weinbergen und Weihern im Landkreis Merzig-Wadern ein.

Herausgeber des Jahrbuchs ist der Verein für Heimatkunde (KHV) im Kreis Merzig-Wadern. Satz und Druck erfolgten im Archäologie-Büro und Verlag Dr. Eric Glansdorp in Tholey. Das Buch ist zum Preis von 20 Euro in der Geschäftsstelle des KHV im Losheimer Saalbau, den Buchhandlungen Bock & Seip in Merzig, Rote Zora in Merzig und Losheim, der Bücherhütte in Wadern sowie im Globus Losheim erhältlich.