Kindersitzung des Karnevalsvereins „Änn de Bitt“ Wahlen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kindersitzung in Wahlen : Mit „Lyoner Airlines“ geht’s närrisch nach Wahlen

Wenn in der Fösendszeit schon am Nachmittag die Halle wackelt, dann lässt der Nachwuchs des Karnevalsvereins „Änn de Bitt“ seine Kappensitzung steigen. Ganz wie bei den Großen gibt es einen Hofmarschall, einen Elferrat mit Präsident und natürlich ein Prinzenpaar.

Prinz Mark I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Felice I. herrschten würdig über ihr närrisches Völkchen, das in den abenteuerlichsten Kostümen durch die Halle wuselte.

In der Bütt agierten zwei Kellner, die eine etwas merkwürdige Art hatten, ihre Kunden zu bedienen, und im Fußballstadion versuchte eine absolute Fachfrau, einer blutigen Laiin die Regeln dieser edlen Sportart zu erklären. Deren Kommentare und Fragen lagen allerdings so neben der Spur, dass die andere irgendwann entnervt aufgab.

Immer wieder wachsen in Wahlen sehr begabte Tänzerinnen und Tänzer heran. Mehrere Funkenmariechen und ein Tanzpaar begeisterten die Zuschauer und ließen die Augen der Mütter und Großmütter leuchten. Minis, Kinder- und Jugendgarde waren in Hochform, und auch das noch recht jugendliche Männerballett, die „Starken Kerle“, bekam viel Beifall.

Höhepunkt der Sitzung war ein Billigflug mit den „Lyoner Airlines“. Die Fußballmannschaft des SV Wahlen wollte von einem Trainingslager auf Mallorca nach Hause zurückkehren. Betreut von zwei reizenden Stewardessen, Miss Katzebua und Miss Raach, saßen die Kicker im Flieger und freuten sich auf die Heimkehr, als es plötzlich krachte und das erste Triebwerk ausfiel. Es krachte noch zweimal, Kapitän und Crew machten sich per Fallschirm vom Acker und die armen Fußballer wären verloren gewesen, wenn im Tower nicht der Vorstand des SV gesessen hätte. Sicher, von den Lichtern der Windräder und der beruhigenden Stimme des Rainer Palz geleitet, landete der Flieger auf der Wahlener Platte. Wieder einmal hatte der Vorstand die Mannschaft vor dem Absturz gerettet. Nach dem Finale, das natürlich mit dem „Wahlener Lied“ endete, herrschte in der Halle noch lange ein fröhliches Treiben.