Je oller – je doller!

Die „Bulli-Kartei“, der bundesweite Verein von Bulli-Freunden und –Besitzern hat eingeladen, und viele Schätzchen kamen. Am Wochenende fand in Losheim am Stausee ein großes Bulli-Treffen statt.

Er ist eine Legende, der gute alte VW-Bulli, - und die Legende lebt. Das zeigte das große Bulli-Treffen am Losheimer Stausee. Und je "oller", desto "doller": Jede Menge "hochbetagter Oldies", einer schöner als der andere, gaben sich im Hochwald die Ehre. Veranstaltet wurde dieses Treffen von der "Bulli-Kartei", einem bundesweiten Verein von Bulli-Freunden und -Besitzern.

Die Ära des legendären Fahrzeuges mit geteilter Windschutzscheibe begann 1950 als Kastenwagen. Insbesondere der ab 1951 gebaute Fenster-Bulli als damaliger Luxusreisebus hat mittlerweile den absoluten Kultstatus erreicht.

Noch heute wird er von seinen Fans liebevoll als "Samba-Bus" bezeichnet. Der T-1 war die erste Baureihe des VW-Busses und hat sich seinerzeit schnell als Multitalent mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten erwiesen. Als Feuerwehrfahrzeug, Krankenwagen, Polizeifahrzeug, Transporter, Pritschenwagen, aber auch als Campingbus kam er zum Einsatz. Der T-1-Bulli wurde bis 1967 gebaut. Viele dieser Fahrzeuge sind noch mit Originalteilen und -Ausstattung versehen. Abgelöst wurde er von den T-2`s, die als VW-Busse der zweiten Generation - sie liefen bis 1979 vom Band - inzwischen auch Kultstatus haben.

Und dieser legendäre VW-Bus hat viele Freunde . Das zeigte schon das Jahrestreffen vor drei Jahren, als jede Menge Bulli-Freunde zusammen kamen. Waren es damals nur die T2-Busse, waren diesmal auch die T1-Oldies mit von der Partie. Beim Treffen der VW-Bulli-Freunde diente der Campingplatz in Losheim wieder einmal als zentrales und auch höchst komfortables "Basis-Lager". Von hier aus starteten die mehr als 100 VW-Busse auch zu ihren Ausfahrten. Und wenn die "Bullis" im Rudel ausschwärmen, dann sorgen sie überall, wo sie hinkommen, auch für Furore.

Eine dieser Stationen bildete das Weltkulturerbe "Alte Völklinger Hütte" in Völklingen. Vom großen Besucherparkplatz aus starteten die Bullis gruppenweise im Konvoi durch die Hütte. Vorbei am Ferrodrom führte die Strecke durch den Erzkanal bis zum Erzplatz . Nach einigen Fotostopps ging es dann wieder zurück zum zentralen Sammelplatz, wo zahlreiche Zuschauer die bestens restaurierten und prächtig herausgeputzten Busse bestaunten und bewunderten. Die Besucher aus ganz Deutschland, die mit ihren Bullis ins Saarland gekommen waren, nutzten zudem die Gelegenheit, die derzeit laufende "UrbanArt-Biennale" zu besuchen.

Die Saarschleife bildete dann die zweite Station der großen Saarland-Rundfahrt. Auf dem Parkplatz der Cloef standen die Bullis Spalier, um hoch über der ebenfalls legendären Saarschleife von vielen Besuchern bewundert zu werden. Die Bulli-Fahrer und ihre Begleiter nutzten derweil die Gelegenheit, um eines der berühmtesten Wahrzeichen des Saarlandes, die Saarschleife, von der Cloef aus in Augenschein zu nehmen.

Das restliche Wochenende stand dann ganz im Zeichen des "Schrauberlateins". Die Bulli-Freunde trafen sich, um gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen und ihre Legenden auf vier Rädern ausgiebig im Bild festzuhalten. Dabei wurde gefachsimpelt und zuweilen auch geputzt und geschraubt. Schirmherr des Bulli-Treffens war übrigens der saarländische Bundestagsabgeordnete der Grünen, Markus Tressel aus Bous.