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In Niederlosheim ist die neu gestaltete Grüngut-Annahmestelle eröffnet worden

Niederlosheim : Viel Platz für Grünschnitt-Abfälle

Grüngut-Annahmestelle der Gemeinde Losheim am See in Niederlosheim wurde von Grund auf umgebaut.

Im Beisein von Umweltamtsleiter Werner Ludwig, der Beauftragten des Entsorgungsverbandes Saar (EVS), Tabea Wiedemer aus Saarbrücken, und Vertretern der ausführenden Firmen eröffnete Bürgermeister Helmut Harth am Mittwoch nach zweimonatiger Bauzeit die neu errichtete Grüngut-Annahmestelle in Niederlosheim. Viele Jahre lang hatte Losheim über eine eigene, gut funktionierende Kompostieranlage verfügt. Seit 2014 gibt es nun eine Arbeitsteilung mit dem EVS. Die Gemeinden sammeln und zerkleinern den Grünschnitt, der EVS sorgt für die Kompostierung und Vermarktung. Wie alle Kommunen im Saarland war auch Losheim am See verpflichtet, spätestens mit Beginn des Jahres 2020 in die landesweite Grüngut-Verwertung mit einzusteigen. Seit Anfang des Jahres wird sämtliches Grüngut, das die Kommunen in ihren Annahmestellen von privaten Haushalten sammeln, zur Verwertung an den Entsorgungsverband Saar weitergegeben. Das im Niederlosheimer Depot angesammelte Material wird vor Ort zerkleinert, dann zwecks Weiterverarbeitung nach Mutterstadt transportiert, von wo es vielleicht irgendwann als Kompost ins Saarland zurückkommt.

Laut Aussage der EVS-Mitarbeiterin Wiedemer wird zur Zeit intensiv daran gearbeitet, die Transportwege kürzer zu gestalten. Insgesamt haben Gemeinde und EVS in Losheim ein sehr gutes Entsorgungsprogramm für alle Arten von Abfall aufgebaut, stellte Bürgermeister Harth zufrieden fest. „Kein Bürger muss seinen Müll im Wald abladen“, betonte er nachdrücklich.

Auf Grund gesetzlicher Vorgaben mussten viele Gemeinden mit der Umstellung auf eine landesweit einheitliche Grüngutverwertung auch ihre Annahmestellen baulich umgestalten – so auch Losheim am See. Das Gelände der komplett neu gestalteten Grüngutdeponie am Ortsausgang von Niederlosheim umfasst 3000 Quadratmeter.

Die Kosten für den Bau der Anlage beliefen sich auf 580 000 Euro, von denen 287 000 durch das Innenministerium finanziert wurden. Es wird eine Anliefermenge von rund 9000 Kubikmeter Grünschnitt pro Jahr dort erwartet.

Die Annahmestelle ist von März bis Ende Oktober montags und freitags von 14 bis 18 und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. In der Winterzeit kann man montags zwischen 14 und 16 und samstags von 9 bis 11 Uhr Material entsorgen. Die Preise liegen zwischen zwei Euro für Kleinstmengen (bis 125 Liter) und zehn Euro für Anlieferungen mit Anhänger und Pritschen-Fahrzeugen.