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Höchste Kompetenz in Sachen Kautschuk

Höchste Kompetenz in Sachen Kautschuk

Bei Calenberg Ingenieure in Losheim entstehen seit einigen Monaten Kautschuk-Bauteile für Lager. Das wollte sich Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger anschauen und stattete dem Betrieb einen Besuch ab.

Seit einigen Monaten hat die Firma Calenberg Ingenieure jetzt einen Standort in Losheim . Das Unternehmen, das aus Natur- und Kunstkautschuk Bauteile, vornehmlich Lager, für unterschiedlichste Projekte herstellt, produziert seit September 2016 auch im Saarland. Das nahm die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger kürzlich zum Anlass, sich vor Ort die Calenberg-Produkte erklären und das Werk zeigen zu lassen.

Geschäftsführer Peter Wisniewski erklärte ausführlich, wie die Produkte aufgebaut sind und wo sie eingesetzt werden. So sind Calenberg-Baulager unter anderem in der Reichstagskuppel in Berlin verbaut. Aber auch in vielen weiteren Projekten auf der ganzen Welt sind die Erzeugnisse der Firma, die ihren Hauptsitz in Salzhemmendorf bei Hildesheim hat, im Einsatz. Warum hat sich das Unternehmen also gerade amr Standort Losheim angesiedelt?

Gummi für den Gleisbau

Die Antwort auf diese Frage war für Wisniewski ganz einfach: "Die fachliche Kompetenz ist hier beheimatet." Neben der Firma Ela Tech, die lange in Losheim beheimatet war, meint er damit vor allem seinen Mitarbeiter Werner Koch, der sich seit Jahren mit Gleisoberbausystemen beschäftigt. Er arbeitete lange für SaarGummi und hat die Calenberg-Produkte, die mit Anschaffung der ersten Vulkanisierungs-Presse im September 2016 in Losheim hergestellt werden, mitentwickelt. Schon in diesem Jahr soll die zweite Presse und der Schichtdienst folgen. Dann wird die Mitarbeiterzahl vermutlich von sechs auf 25 ansteigen.

Diese in Losheim hergestellten - vereinfacht gesagt - Gummimatten werden beim Gleisbau eingesetzt. Sie verhindern eine schnelle Abnutzung der Gleise und sorgen dafür, dass die Züge leiser über diese rollen. Das Rohmaterial für die Produkte erhält Calenberg von SaarGummi. "Wir kooperieren miteinander. Ein wirklicher Wettbewerb besteht allerdings nicht, weil wir unterschiedlich Produkte anbieten", erklärte Geschäftsführer Wisniewski. Neben den Baulagern, die zu ganz unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden können, bietet die Firma nach seinen Worten auch vielfältige Produkte zum Einsatz bei Lärmschutzmaßnahmen an.