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Losheim: Heimatverein winkt die Mitgliedschaft im Museumsverband

Losheim : Heimatverein winkt die Mitgliedschaft im Museumsverband

Die vor wenigen Wochen eröffnete Gemäldegalerie mit Werken des Losheimer Künstlers Otto von Pidoll beginnt Kreise zu ziehen. Ursprünglich hatte der Initiator und Mitgründer, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Untere Saar, Bernd Mayer, nur 14 Bilder von Pidolls davor bewahren wollen, aus ihrem Entstehungsort in den Freistaat Bayern abzuwandern.

Daraus erwuchs die Idee einer Dauerausstellung im Losheimer Schlösschen.

„Mit 20 Exponaten haben wir angefangen“, erzählt der Vorsitzende des Heimatvereins, Hubert Schommer. „Mittlerweile sind es über 40, und immer wieder rufen Bürger an, die ein Bild besitzen und bereit sind, es als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.“ Die Bedingungen für das junge Museum sind überaus günstig. Die Gemeinde unterstützt das Projekt, indem sie es in Teilen des historischen Gebäudes ansiedelt. Vereinsmitglied Otto Fuhrmann kümmert sich ehrenamtlich um Logistik und technische Belange.

Auf Einladung des Heimatvereins besuchte der Vizepräsident des Saarländischen Museumsverbandes, Stefan Weszkalnys, die Ausstellung und war von Inhalt und Präsentationsrahmen sehr angetan. Seine Mitarbeiterin, die Kunsthistorikerin Sabine Geith, bescheinigte der Gemeinde großes Potenzial im Bereich Kulturtourismus. Sie hatte Handreichungen für die Unterhaltung eines Museums dabei, denn nach der Gründung sei es vor allem wichtig, eine solche Einrichtung mit Leben zu erfüllen, damit sie die Aufmerksamkeit bekommt, die ihr gebührt.

Weszkalnys informierte über Geschichte und Arbeitsweise des Saarländischen Museumsverbandes. Auf Initiative des damaligen Kultusministers Diether Breitenbach wurde zunächst ein Verband Saarländischer Heimatvereine gegründet, dem spontan zehn Organisationen beitraten. Später wurden auch die anderen Museen mit einbezogen. „Museen sind Instrumente der örtlichen Bildung“, erklärte Weszkalnys, „aber sie sind auch unverzichtbare Bestandteile der Tourismuskultur.“

Der Verband fördert den Austausch seiner Mitglieder untereinander, die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, die Öffentlichkeitsarbeit, und er kann auch Projekte bis zu einer Höhe von 2500 Euro unterstützen. Der Beitrag dafür ist relativ gering. Damals auf 100 Mark festgelegt, sind das heute nur knapp über 50 Euro pro Jahr und Verein.

Allerdings wird dafür auch Eigeninitiative erwartet. Das Museum muss mindestens einmal pro Monate für ein paar Stunden geöffnet sein. Auf Anfrage sollten auch außerhalb dieser Zeit Gruppenführungen angeboten werden. Der Verband gibt zwei- bis dreimal pro Jahr Informationsschriften heraus. Mitgliedsvereine verpflichten sich, geplante Veranstaltungen rechtzeitig mitzuteilen, damit sie in die Infoschrift aufgenommen werden können.

Einer der wichtigsten Gründe, die für einen Beitritt sprechen, ist die kompetente Beratung durch Sabine Geith, die durchaus Museumsexpertin genannt werden kann. Der Verein wird sich in Kürze zusammensetzen um über das Thema zu beraten und eine Entscheidung zu fällen.