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Grünschnitt: Bau für neue Grüngutsammelstelle in Niederlosheim läuft an

Kompostierungsanlage geschlossen : Neue Sammelstelle für Grüngut entsteht

Laut Verwaltung wird eine Fläche von 2500 Quadratmetern mit Entwässerungsanlagen in Niederlosheim hergerichtet.

Die Arbeiten zur Anlegung einer neuen Grüngutsammelstelle in Niederlosheim sind bereits angelaufen. Der Gemeinderat von Losheim am See hat in seiner jüngsten Sitzung die Vergabe der erforderlichen Tiefbau- und Elektroarbeiten beschlossen.

Erstere übernimmt die Bauunternehmung Meiers aus Losheim, letztere die Firma Graber Elektro-Montage aus Dillingen. Wie aus den Sitzungsunterlagen ersichtlich wird, fallen für die notwendigen Tiefbauarbeiten insgesamt 46 0473,60 Euro an, für die Elektroarbeiten 24 762,56 Euro.

Weiterhin beschloss der Gemeinderat die Anschaffung eines neuen Betriebscontainers im Rahmen einer freihändigen Vergabe – geschätzter Kostenrahmen: zirka 30 000 Euro. Wie Bürgermeister Helmut Harth ausführte, gelte ein Dank dem Innenministerium – denn dieses bezuschusse die Maßnahme mit 50 Prozent (die SZ berichtete).

Während der Baumaßnahme können die Bürger der Gemeinde keinen Grünschnitt in Niederlosheim abgeben. „Wir nehmen in der Zeit nur kleine Mengen in einem Container am Wertstoffhof an“, erläutert Helmut Harth die aktuelle Vorgehensweise. Er rechnet damit, dass die Arbeiten etwa zwei Monate dauern – erst dann sei wieder die Annahme größerer Mengen „wie gehabt an der Kompostierungsanlage“ möglich.

Bis dahin müssen die Bürger größere Mengen in die Nachbargemeinden bringen, sagt der Verwaltungschef, „oder man sammelt den Grünschnitt bei sich zu Hause“.

Dass Losheim am See überhaupt eine neue Grüngutsammelstelle bekommt, liegt daran, dass die Gemeinde in die landesweite Grüngutverwertung einsteigt. Hierfür soll laut Verwaltung eine mit Asphalt befestigte Fläche von 2500 Quadratmetern mit Entwässerungsanlagen errichtet werden.

Bis zum Ende des vergangenen Jahres hat die Stauseegemeinde die Kompostierung des Grünschnitts in Eigenregie durchgeführt – was nach Worten von Harth gut gelaufen sei. „Wir haben hochwertigen Kompost hergestellt“, sagt der Bürgermeister außerdem.

Der Einstieg in die landesweite Grüngutverwertung sei „gerade für unsere Gemeinde absoluter Blödsinn“, findet Bürgermeister Harth deutliche Worte. Dass alle Anlagen im gesamten Saarland an den Entsorgungsverband Saar (EVS) angegliedert werden müssen, bezeichnet er als „Unding“. Harth räumt ein, dass das Landesgesetz für andere Gemeinden durchaus von Vorteil sei. Doch für Losheim befindet er: „Es ist aus ökologischer Sicht Humbug, weil die Wege weiter werden, und es wird teurer.“ Bereits im November des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, die Benutzungs- und Entgeltordnung für den Grünschnittsammelplatz anzupassen.

Pro Kubikmeter werden derzeit zehn Euro fällig, zuvor lag der Preis laut der Verwaltung in Losheim am See hingegen lediglich bei sechs Euro.