Niederlosheim: Grünschnitt-Annahmestelle bleibt in Niederlosheim

Niederlosheim : Grünschnitt-Annahmestelle bleibt in Niederlosheim

Wegen erforderlicher und kostenintensiver Umbauten ist allerdings wie in anderen Gemeinden mit höheren Gebühren zu rechnen.

Die Grünschnitt-
Annahmestelle der Gemeinde Losheim am See soll auch nach der Umstellung auf eine landesweite Grüngut-Verwertung durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) an ihrem bisherigen Standort im Gewerbegebiet in Niederlosheim verbleiben. Der Gemeinderat von Losheim hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig den Planungsauftrag für die erforderliche Neugestaltung der Annahmestelle an ein auf solche Einrichtungen spezialisiertes Ingenieurbüro aus Klarenthal vergeben. Der Beschluss beinhaltet auch die Festlegung, am bisherigen Standort für die Grüngut-Sammelstelle festzuhalten. Wie alle Kommunen im Saarland ist auch Losheim am See verpflichtet, spätestens mit Beginn des Jahres 2020 in die landesweite Grüngut-Verwertung mit einzusteigen. Ab diesem Zeitpunkt wird sämtliches Grüngut, das die Kommunen in ihren Annahmestellen von privaten Haushalten sammeln, zur Verwertung an den Entsorgungsverband Saar weitergegeben werden.

In den Annahmestellen selbst sollen die Grüngut-Abfälle künftig nicht mehr kompostiert, sondern lediglich noch zerkleinert und alle vier bis sechs Wochen abtransportiert werden. Auf Grund gesetzlicher Vorgaben müssen viele Gemeinden mit der Umstellung auf eine landesweit einheitliche Grüngutverwertung auch ihre Annahmestellen baulich umgestalten. Um den Auflagen der Genehmigungsbehörden zu genügen, ist nach Angaben der Verwaltung im Falle von Losheim ein asphaltierter Platz mit einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern erforderlich, der zudem über einen Anschluss ans Abwassernetz und weitere notwendige Infrastruktur verfügt. Das alles ist, wie es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung an den Rat hieß, am jetzigen Standort gegeben: „Der bisherige Standort der Kompostierungsanlage Niederlosheim ist wegen seiner Lage außerhalb einer Wasserschutzzone und innerhalb eines Gewerbegebietes bestens geeignet.“ Nach Auskunft der Verwaltung müssen die notwendigen Baumaßnahmen dort bis Ende 2019 umgesetzt sein, vorher schon muss der neue Sammelplatz nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BIMschG) genehmigt sein. Nach den Erfahrungen der umliegenden Kommunen, die bereits jetzt in die zentralisierte Grünschnitt-Verwertung eingestiegen sei, ist dazu ein Vorlauf von mehr als einem Jahr erforderlich. Darum sollen die Planungen durch das beauftragte Ingenieurbüro bereits jetzt anlaufen.

Wie viel genau die Neugestaltung der Grünschnitt-Annahmestelle kosten wird, lasse sich nach Angaben der Verwaltung noch nicht genau beziffern. „Nach den Erfahrungen anderer Gemeinden wird verwaltungsseitig von 300 000 bis 350 000 Euro brutto ausgegangen“, hieß es in der Vorlage an den Rat. Das hänge unter anderem davon ab, wie viel der vorhandenen Bausubstanz noch genutzt werden kann. Mit Zuschüssen seitens des Umweltministeriums kann die Gemeinde nach Einschätzung der Verwaltung nicht rechnen. „Ob mit Mitteln aus Bedarfszuweisungen zu rechnen ist, ist abzuklären“, heißt es weiter. Die Höhe der Umbau-Investitionen spielt auch für die Bürger der Gemeinde eine Rolle, denn nach den Worten der Verwaltung sind die Kosten für die Anlage „zukünftig in die Annahmepreise einzukalkulieren“. Ebenso wie in den meisten anderen Gemeinden im Land ist also auch in Losheim am See mit höheren Gebühren für die Grünschnittannahme zu rechnen.

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