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Großer Zapfenstreich für Stefan Buchmann

Großer Zapfenstreich für Stefan Buchmann

Losheim am See. Freitagabend, kurz nach Einbruch der Dunkelheit: In der Eisenbahnhalle gingen die Lichter aus, und es wurde mucksmäuschenstill. In die gespannte Erwartung des Publikums hinein erklangen die ersten Trompetentöne, während 18 Feuerwehrleute mit brennenden Fackeln hereinmarschierten und beidseitig der Bühne Aufstellung nahmen

Losheim am See. Freitagabend, kurz nach Einbruch der Dunkelheit: In der Eisenbahnhalle gingen die Lichter aus, und es wurde mucksmäuschenstill. In die gespannte Erwartung des Publikums hinein erklangen die ersten Trompetentöne, während 18 Feuerwehrleute mit brennenden Fackeln hereinmarschierten und beidseitig der Bühne Aufstellung nahmen. Wenn der Große Zapfenstreich zelebriert wird, bedeutet das Abschied von einem verdienten und hoch geachteten Menschen. Dass die Feuerwehr diese Zeremonie gewählt hatte, um ihren Kreisbrandinspekteur Stefan Buchmann in den wohlverdienten Ruhestand zu entlassen zeigt, dass man die fachliche und menschliche Kompetenz dieses Mannes wohl zu würdigen wusste."Sein Markenzeichen war die Fähigkeit, immer einen Konsens zu finden und Lösungen zu erarbeiten, mit denen alle Beteiligten leben konnten", sagte Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, die Buchmann nur ungern verabschiedete, obwohl sie sich auf die Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger Siegbert Bauer freut.

Buchmann war 1965 in die aktive Wehr eingetreten und hatte sieben Jahre lang die Losheimer Löschbezirke koordiniert, bevor er 1998 zum KBI im Landkreis Merzig-Wadern ernannt wurde. Zuvor hatte er sich auch als Jugendwart und Ausbilder auf Kreis- und Landesebene betätigt. Er hat fast alle Ehrenzeichen erhalten, die man im Laufe eines Lebens als Feuerwehrmann erreichen kann, aber an diesem Abend kam noch eines hinzu: Landesbrandinspekteur Bernd Becker und Abteilungsleiter Klein aus dem Innenministerium überreichten ihm im Namen von Ministerin Monika Bachmann das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen als Steckkreuz.

Becker, der eine enge Zusammenarbeit mit Kreisen und Kommunen pflegt, bezeichnete Buchmann als kritischen und kompetenten Ratgeber und Freund. Auch Bürgermeister Lothar Christ lobte Buchmanns Weitsicht und Führungsqualitäten. Christ freut sich darüber, dass auch der neue Kreisbrandinspekteur aus der Gemeinde Losheim kommt. "Das ist doch ein Zeichen dafür, dass die Losheimer Wehr sich in einem guten Zustand befindet", schmunzelte der Verwaltungschef.

Mit Siegbert Bauer habe man einen kompetenten und engagierten Nachfolger gefunden. Schon einmal sei er in Stefan Buchmanns Fußstapfen getreten, als er 1998 die Leitung der Losheimer Wehr übernahm, und es stehe zu erwarten, dass es ihm auch trefflich gelingen werde, die Feuerwehren kreisweit zu koordinieren.

Buchmann hatte sich stets auch über die Landesgrenzen hinaus um Kontakte und gute Zusammenarbeit bemüht. Offenbar mit Erfolg, denn er wurde von seinen Kollegen aus Mannheim und Luxemburg sehr herzlich verabschiedet. Viele gute Wünsche und Geschenke sollten ihm den Eintritt in den "Unruhestand" versüßen.

Ein wenig war damit wohl auch die Hoffnung verknüpft, auch nach der Pensionierung noch ab und zu einen Rat zu bekommen, denn, so formulierte es der Weiskircher Wehrführer Peter Theobald: "Wenn man ihn fragte, bekam man immer eine gute Antwort." "Wenn man ihn fragte, bekam man immer eine gute Antwort."

Peter Theobald, Wehrführer von Weiskirchen, über

Stefan Buchmann