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Gespräch gibt Einblick in das neue Projekt "Losheim lebt gesund"

Impulsgespräch im Internet : Losheim will sich für Gesundheit einsetzen

In den kommenden Monaten will die Seegemeinde mit Kooperationspartnern und Akteuren vor Ort die Weichen für ein kommunales Gesundheits- und Präventionsmanagement stellen.

Seit sieben Jahren ist die Gemeinde Losheim am See Mitglied bei der Initiative „Das Saarland lebt gesund“. Ende des vergangenen Jahres hat diese Kooperation nach Worten der Gemeinde neuen Schwung bekommen: Mit dem Verein für Prävention und Gesundheit im Saarland (PuGiS) und der IKK Südwest wurde das Projekt „Losheim lebt gesund“ ins Leben gerufen. In den kommenden Monaten werde die Seegemeinde mit Kooperationspartnern und Akteuren vor Ort die Weichen für ein kommunales Gesundheits- und Präventionsmanagement stellen, heißt es aus dem Rathaus.

Aufgrund der Corona-Situation musste auf eine offizielle Auftaktveranstaltung bisher verzichtet werden. Stattdessen kamen Bürgermeister Helmut Harth und Professor Jörg Loth, Vorstandsvorsitzender der IKK Südwest, zu einem digitalen Impulsgespräch zusammen, das auf www.losheim.de veröffentlicht wurde. Moderiert von PuGiS-Geschäftsführer Dirk Mathis, diskutieren die beiden Aspekte von Gesundheitsförderung und Prävention und geben Einblicke in Projektplanungen.

„Die Corona-Pandemie führt uns seit Monaten vor Augen, wie essenziell wichtig die Gesundheit, ein funktionierendes Immunsystem, das Wohlbefinden der Bevölkerung und eine gesundheitsfördernde Lebensweise jedes Einzelnen sind“, sagt Harth. Es mache gerade jetzt Sinn, dass Losheim am See als Kommune mit starken Partnern und Mitstreitern Impulse für Prävention und Gesundheitsförderung gebe. „Unser Ziel ist es, im Laufe des Projektes bei allen Mitbürgern, Vereinen und Unternehmen ein Bewusstsein für einen gesunden und achtsamen Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen zu entwickeln“, sagt er. „Das Wissen und Engagement lokaler Akteure aus dem Vereins- und Gesundheitswesen soll durch Vernetzung und vielfältige Maßnahmen gebündelt werden, um Losheim am See zur Gesundheits- und Präventionsgemeinde zu machen.“

Für Professor Loth gehen Gesundheitsförderung und Prävention Hand in Hand und sind in jedem Lebensalter von entscheidender Bedeutung: „Die Zahl junger Menschen und Menschen mittleren Alters, die an Diabetes Typ 2 erkranken, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Zudem stellen wir bei immer mehr Kindern und Jugendlichen fest, dass sie sich nicht ausreichend bewegen.“ Wissenschaftliche Studien bestätigten zudem, dass fehlende sportliche Betätigung und ungesunde Nahrungsmittel die Entstehung sogenannter Zivilisationskrankheiten begünstigen. „Mit maßgeschneiderten Angeboten, einer ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Lebensstil kann jeder seine Gesundheit aktiv fördern“, betont Loth. Die Grundlagen für eine solche gesunde Lebensführung würden bereits im Kindes- und Jugendalter geschaffen. Deshalb gliedere sich das Projekt in drei Säulen und umfasse alle Lebensabschnitte – „von gesund aufwachsen über gesund leben bis hin zu gesund alt werden“.

Damit sich alle im Gesundheits- und Präventionsbereich Aktiven aus der Gemeinde vernetzen können, soll eine „Losheimer Gesundheitskonferenz“ als Kommunikationsplattform organisiert werden.

Infos für Akteure aus dem Gesundheitssektor, der Wirtschaft und dem Vereinswesen bei Christine Kuhn, Tel. (0 68 72) 60 91 01.

www.losheim.de