Neue Tretboote und Neubauten kommen Gemeinde investiert in Stausee-Standort

Losheim am See · Der Rat von Losheim am See hat in seiner jüngsten Sitzung einige Projekte für den Tourismus vorangetrieben.

 Die Tretboote am Losheimer Stausee werden durch neue Modelle aus Polyethylen ersetzt.

Die Tretboote am Losheimer Stausee werden durch neue Modelle aus Polyethylen ersetzt.

Foto: Werner Krewer

In der Gemeinde Losheim am See wird aktuell viel Geld für die Weiterentwicklung des Stausees in die Hand genommen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngstes Sitzung einstimmig ein umfassendes Paket an Auftragsvergaben beschlossen, das Einheimischen und Touristen in ihrer Freizeitgestaltung am See zugutekommt.

Die Schätzung der Kosten für die Bauarbeiten für eine neue Tourist-Information am Losheimer Stausee wurden aufgrund von detaillierten Planungen im Elektro- und Sanitärbereich auf zirka 1,4 Millionen Euro von zuvor 1,2 Millionen Euro angehoben. Der Gemeinde liegt ein Zuwendungsbescheid vonseiten des Landes in Höhe von 95 Prozent der neu geschätzten Kosten vor. Demnach beträgt der Eigenanteil für die Gemeinde an dem Großprojekt rund 71 000 Euro. Die für den Neubau notwendigen und bereits angelaufenen Abrissarbeiten übernimmt für zirka 15 000 Euro das Bauunternehmen Meiers aus Losheim. Zusammen mit den Erd- und Rohbauarbeiten sollen sie bis zum Herbst fertiggestellt werden. Letztere werden ebenfalls von dem Bauunternehmen Meiers für rund 453 000 Euro übernommen.

Rund 250 000 Euro investiert die Gemeinde in den Neubau der sanitären Anlagen, Umkleiden, einer Erste-Hilfe-Station und in die Aufenthaltsräume des Bademeisters im Strandbad am See. Der Baubeginn ist für kommendes Frühjahr geplant. Die Erd- und Rohbauarbeiten werden für knapp 40 000 Euro von der Bauunternehmung Meiers aus Losheim übernommen. Der Auftrag für die notwendigen Holzarbeiten sowie Zimmerer-, Dachdecker- und Klempnerarbeiten gehen an die Firma Günther Fell aus Wahlen. Sie sind mit einer Summe von rund 98 000 Euro einkalkuliert.

Außerdem hat der Gemeinderat beschlossen, für rund 95 000 Euro 25 neue Tretboote für den Losheimer Stausee zu beschaffen. Diese sind durch ihr Polyethylen-Material besonders witterungsresistent, weniger empfindlich gegenüber Anstößen etwa von anderen Botten oder aber dem Anlegesteg und verhältnismäßig günstig bei einer Reparatur. Durch ein spezielles Zwei-Kammern-System versichert der Anbieter, dass die Tretboote im Fall einer Leckage unterhalb der Wasserlinie nicht untergehen sollen. Das unterscheidet diesen Bootstyp von jenen Modellen, die aus Glasfaserkunststoff (GFK) bestehen und die aktuell rund 90 Prozent der bestehenden, aber in die Jahre gekommenen Tretbootflotte ausmachen. Die neuen Boote sollen noch in der laufenden Saison beschaffen werden.

Bei der Wahl des Anbieters fiel die Entscheidung zwischen insgesamt vier Angeboten, die in einer Preisspanne von zirka 70 000 Euro bis 117 000 Euro lagen. Der Entschluss, die Boote bei der Firma Maschke und Müller für einen höheren Preis zu kaufen, fiel aufgrund der Vorteile des verwendeten Polyethylen-Materials (PE). Zwar sei die Beschaffung von Tretbooten aus Glasfaserkunststoff günstiger, diese zeigten sich aber auch weniger resistent gegenüber UV-Strahlung und hoher Nutzungsbelastung. Auch könnten die PE-Boote laut Auskunft der Vewaltung etwa acht Wochen nach Erteilung des Auftrags zur Verfügung stehen.