Gemeinderat Losheim beschließt Lückenschluss für Radweg zum Stausee

Beschluss im Gemeinderat : Sicher mit dem Rad von Losheim zum Stausee gelangen

Gemeinderat beschließt Lückenschluss auf Radwegeverbindung zum Stausee. Zudem ist eine zusätzliche Querungshilfe geplant. Gesamtkosten: 250 000 Euro.

Radfahrer sollen in Zukunft leichter von Losheim an den Stausee gelangen. Um dies zu ermöglichen, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Lückenschluss der Radwegeverbindung entlang der L 369 beschlossen.

Dieser soll von Losheim kommend in Verlängerung des bestehenden Wirtschaftsweges über die Fläche des Wiesenparkplatzes an die bestehende Wegeverbindung zum Stausee geführt werden – parallel zur Landstraße. Wie es in den Sitzungsunterlagen der Verwaltung heißt, erstrecke sich der Lückenschluss auf eine Länge von etwa 170 Metern. Er soll eine Breite von drei Metern haben und asphaltiert werden. Die Zufahrt zum Parkplatz erhalte zudem im Zuge der Maßnahme eine manuelle Schranke.

Ergänzend zum Lückenschluss soll eine Querungshilfe circa fünf Meter vor der Ortstafel entstehen. Wie aus den Sitzungsunterlagen hervor geht, ist für diesen Bereich geplant, die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Die Gesamtkosten für die beiden Aspekte der Maßnahme betragen circa 225 000 Euro – 140 000 Euro für die Querungshilfe, 85 000 Euro für den Lückenschluss.

Sowohl die SPD- als auch die CDU-Fraktion im Rat begrüßten den Beschluss und stimmten, wie alle weiteren Ratsmitglieder ebenfalls, zu. Stefan Palm (CDU) wies jedoch darauf hin, dass vorbehaltlich einer Zuschussgewährung zugestimmt werde. Losheims Bürgermeister Helmut Harth wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Minister Klaus Boullion gesagt habe, dass vielfach Geld nicht abgefragt werde. Dies liege nach Harths Worten daran, dass es zu wenig Personal gebe. Er betonte jedoch: „Wir überlegen, wie wir das personell gestemmt bekommen.“

Das Thema Personal befasste Harth bereits in seiner Begrüßung an den Rat. „Wir müssen in zwei Jahren 30 Mitarbeiter neu einstellen“, sagte er – ohne neue Stellen. Als weitere große Aufgaben der Verwaltung sah er den Sanierungsstau, das Fichtensterben, die Folgen des Klimawandels und Starkregenereignisse in der Gemeinde. In diesem Zusammenhang beschloss der Gemeinderat in einem weiteren Tagesordnungspunkt einstimmig, die Maßnahmenplanungen zum Hochwasserschutz fortzuführen. Björn Kondak (SPD) erinnerte an den Starkregen im Jahr 2018: „Jeder hat noch die Bilder im Kopf, besonders in Rimlingen und Rissenthal.“ Als Ortsvorsteher wolle er die Maßnahme begleiten – auch, um Grundstücke für Rückhaltebecken zu bekommen. Diese fehlen nach Darstellung der Gemeinde in Rissenthal genauso wie in Rimlingen. Harth wies darauf hin, dass Gespräche auch mit dem Ministerium geführt werden sollen – für alle Ortsteile.