Ausblick: Gemeinde Losheim hat noch viel vor

Ausblick : Gemeinde Losheim hat noch viel vor

Was bringt das Jahr 2018 den Städten und Gemeinden im Landkreis? Das haben wir die Bürgermeister der sieben Kommunen im Landkreis gefragt. Sie blicken auf die wichtigsten Neuerungen des neuen Jahres voraus. Den Anfang macht Losheims Verwaltungschef Lothar Christ.

Von viel Optimismus ist der Ausblick von Losheims Bürgermeister Lothar Christ auf das neue Jahr geprägt. „Die Wirtschaft entwickelt sich weiter gut in der Gemeinde, auch im gewerblichen Bereich wie bei Homanit. Ela-Tech ist dabei wieder 200 neue Arbeitsplätze in der Gemeinde zu schaffen.“ Auch das Rechenzentrum der KÜS Data GmbH habe sich gut etabliert. Die Gemeinde hat selbst einen Kooperationsvertrag mit der KÜS-Data zur Zusammenarbeit im EDV-Bereich abgeschlossen „und optimiert damit ihre Arbeit in diesem Bereich, trägt dem Datenschutz Rechnung und spart zudem noch beachtliche Investitionen, die aufgrund des Datenschutzes notwendig gewesen wären“, sagt Christ.

Dank der stabilen Lage der Gemeindefinanzen (Losheim benötigt als eine von nur drei saarländischen Kommunen keine Kassenkredite, um laufende Ausgaben zu finanzieren) sieht sich die Gemeinde in der Lage, auch im neuen Jahr in die kommunale Infrastruktur zu investieren, erläutert Christ: „Im gemeindlichen Haushalt 2018 sind Investitionen von sechs Millionen Euro geplant.“ Hinzu kommen eine weitere Million für Hallen und Bürgerhäuser sowie 600 000 Euro, die im Bereich Tourismus investiert werden sollen.

So soll das in der Erschließung befindliche Gewerbegebiet Süd III bis Ende 2018 fertig gestellt werden. „In Britten wird der dritte Bauabschnitt der Halle im ersten Halbjahr 2018 ausgeführt und damit wird die Gesamtsanierung der Halle abgeschlossen.“ Zudem soll die Verbindungsstraße zwischen Wahlen und der L377 (die Fortführung der Urwahlener Straße) für 100 000 Euro saniert werden, auch eine Sanierung der Ortsverbindungsstraße zwischen Losheim und Waldhölzbach will die Gemeinde in Angriff nehmen. Beide Maßnahmen werden laut Christ zu 75 Prozent aus Mitteln des Innenministeriums bezuschusst.

Immens wichtig ist für den Losheimer Rathauschef zudem, „dass unser Krankenhaus in Losheim seine Arbeit fortsetzen kann“. Lothar Christ: „Wir hoffen jetzt auf eine leistungsfähige innere Abteilung, um die Gesundheitsversorgung im Hochwald weiterhin sicher zu stellen.“

Die Gemeinde Losheim am See plant auch Investitionen in ihre Schulen und Kindergärten. „Im Schulzentrum Losheim wird die Heizungsanlage erneuert werden. In Wahlen wird ein zusätzlicher Klassenraum eingerichtet und in Bachem stehen Investitionen in die freiwillige Ganztagsschule an. Ebenso wollen wir in die Kindertagesstätte Villa Regenbogen und St. Hubertus Niederlosheim im Jahr 2018 investieren.“

Gerade in der Losheimer Kita Villa Regenbogen fallen diese Arbeiten sehr umfassend aus, hier soll ein Anbau für die Neugestaltung des Essensbereiches entstehen. Insgesamt sind hierfür 1,8 Millionen Euro vorgesehen, das Vorhaben wird nach Christs Einschätzung zwar im neuen Jahr anlaufen, aber wohl erst 2019 abgeschlossen werden. Auch der Stausee steht im Fokus: So soll der Wasserspielplatz dort künftig unabhängig vom Stauseewasser betrieben werden, um auch bei einer Algenblüte wie im Sommer 2017 den Spielplatz weiter benutzen zu können. Hierfür soll die stillgelegte Wasserleitung vom Metzerbach, die in den See einmündet, zum Wasserspielplatz umgeleitet werden.

Größere Investitionen sind auch für die Sanierung der Feuerwache Losheim und für ein neues Löschfahrzeug für die Losheimer Wehr geplant. Insgesamt sollen bis 2020 über eine Million für die Feuerwehr investiert werden.

Ein großes Thema in Losheim im vergangenen Jahr war die Zukunft der Museumsbahn. Dies wird die Gemeinde auch im neuen Jahr beschäftigen, betont Christ: „Wir hoffen, in 2018 mit der Sanierung der Bahnstrecke zwischen Losheim und Merzig fortfahren zu können, um die für Losheim infrastrukturelle wichtige Schienenanbindung und die für die Region bedeutende touristische Attraktion erhalten zu können.“

Ebenfalls geplant ist die Umgestaltung der Weiskirchener- und Saarbrücker Straße in Losheim. „Wir wollen dort innenstadtrelevante Läden der Grundversorgung, Gastronomie im Umfeld des Schlösschens und zentrumnahes Wohnen realisieren.“ Und auch bei dem Kanalnetz soll es im neuen Jahr wichtige Investitionen geben: „In 2018 soll, so hoffen wir, endlich mit der Sanierung des Hauptsammlers des Kanals von der Haagstraße kommend entlang der Diedenhofen Straße bis zur Bachstraße begonnen werden“, sagt Christ. Wenn diese Maßnahme abgeschlossen sei, werde der Bereich zwischen Diedenhofen-, Haag-, und Saarbrücker Straße naturnah gestaltet und mit einer Fußgängerbrücke versehen.

In Rissenthal werde mit Hilfe der Gemeinde und Unterstützung des Innenministeriums der Jugendclub neue Räume zur Mitbenutzung erhalten und die Sanierung des Sportplatzes nebst Umbau in einen Rasenplatz durchgeführt werden. In Losheim soll außerdem das neue Sportlerheim mit Unterstützung der Gemeinde fertig gestellt werden.

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