1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Losheim am See

Gemeinde Losheim am See tritt dem Digitalpakt Schule Saarland bei

Einstimmig beschlossen : Losheimer Schulen werden fürs digitale Zeitalter fit gemacht

Gemeinde Losheim am See rechnet mit 332 000 Euro aus Digitalpakt Schule. Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderates will die Mittelverwendung mitverfolgen.

Die Gemeinde Losheim am See nimmt mit ihren drei Grundschulen in Losheim, Bachem und Wahlen am Digitalpakt Schule Saarland teil. Wie Bürgermeister Helmut Harth in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ausführte, habe die Gemeinde dadurch die Möglichkeit, knapp 332 000 Euro zu akquirieren, die dann zielgerichtet investiert werden könnten.

Laut Sitzungsunterlagen soll mit der Umsetzung der getroffenen Verwaltungsvereinbarung und dem angeschlossenen Investitionsprogramm durch Bund und Land für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik gesorgt werden. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig dafür aus, dem Digitalpakt beizutreten.

Joachim Selzer (GALL) betonte jedoch, dass über das bisherige Medienkonzept noch einmal dringend gesprochen werden müsste. Nach seinen Worten sei das Konzept lediglich „eine Zusammenstellung aus Spiegelstrichen“, das nur eine Grundlage für weitere Gespräche sein könnte. Björn Kondak (SPD) stimmte zu, dass es noch viele offene Fragen gebe, sagte aber auch: „Das ist erst der Startschuss, dass wir mitmachen wollen.“

Auch Oliver König (Linke) fand, dass es wichtig sei, die einzelnen Projektschritte und Details anzugehen. Stefan Palm, CDU-Fraktionsvorsitzender, gab zu bedenken, dass die Summe aus dem Digitalpakt lediglich für eine erstmalige Einrichtung ausreiche. Schulungen und Aktualisierungen würden noch einiges kosten. Dennoch sollte die Gemeinde seiner Ansicht nach diesen Weg gehen, „damit Kinder nicht abgehängt werden von Kindern aus anderen Kommunen“.

Frank Quintes (FDP) wies darauf hin, dass man sich bei der Dienstleistungsbeschaffung im Bereich europaweiter Ausschreibungen bewege. Solle der für das Schuljahr 2021/22 vorgesehene Startermin eingehalten werden, setze dies „eine gewisse Schlagzahl im Gesamtverfahren“ voraus, sonst liefen Fristen ab, meinte er.

Bei der abschließenden Abstimmung sprach sich der Rat nicht nur für den Beitritt zum Digitalpakt aus, sondern folgte auch einem zusätzlichen Vorschlag von Joachim Selzer. Dieser hatte angeregt, das komplette Verfahren mit einer Arbeitsgruppe aus Ratsmitgliedern zu begleiten. Zu dieser Arbeitsgruppe gehören Stefan Graus (SPD), Frank Quintes (FDP/CDU-Fraktion) und Oliver König (Linke/GALL-Fraktion).