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| 19:33 Uhr

Fußballer setzen auf Teamgeist statt Geld

Die SZ berichtete im vergangenen Jahr. Das Foto rechts zeigt eine Spielszene aus der letzten Ligazeit des SV Rissenthal, bevor de Mannschaft abgemeldet wurde. Im Bild Kapitän David Kratz, der von zwei Spielern des SV Rimlingen II abgeblockt wird. Fotos: Barth/SZ
Die SZ berichtete im vergangenen Jahr. Das Foto rechts zeigt eine Spielszene aus der letzten Ligazeit des SV Rissenthal, bevor de Mannschaft abgemeldet wurde. Im Bild Kapitän David Kratz, der von zwei Spielern des SV Rimlingen II abgeblockt wird. Fotos: Barth/SZ
Rissenthal. Beim Sportverein Rissenthal tut sich was: Nach neun Jahren Spielpause hat der SV vor einem Jahr wieder eine Herrenmannschaft gemeldet. Nächstes anstehendes Großprojekt ist der Umbau des Hartplatzes in einen Naturrasenplatz. Erich Brücker

Die Wiedergründung einer Herren-Fußballmannschaft löste vor mehr als einem Jahr beim Sportverein Rissenthal , aber auch bei der Dorfbevölkerung ein tolles Echo aus. Neun Jahre zuvor musste der Verein sich mangels Spieler vom Spielbetrieb des Saarländischen Fußballverbandes verabschieden. Ein neuer junger und dynamischer Vorstand war gewählt worden.

Spieler aus dem Dorf

"Die Mannschaft rekrutiert sich nahezu komplett aus Rissenthaler Fußballern, die in anderen Vereinen der Nachbarschaft gespielt haben", sagte der neue Vorsitzende Torsten Kluding damals. Zudem konnten einige "brachliegende" heimische Spieler reaktiviert werden. Gleichzeitig betonte Kluding, dass die Bekanntgabe der Gründung einer neuen Herrenfußballmannschaft im Dorf ein tolles Echo und eine riesengroße Resonanz hervorgerufen habe, welche er in 20 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im Fußballsport nicht habe erleben können.

Eine Besonderheit war es wohl auch, dass die beiden Spielertrainer Thomas Schäfer (bislang SV Wahlen-Niederlosheim) und Oliver Schäfer (SSV Oppen) sowie alle Spieler kein Geld erhalten, wie der Vorsitzende versicherte. Es wird auf die Kameradschaft gebaut. Der Verein wurde vom Fußballverband in die Kreisliga A Untere Saar eingeteilt. "Als Saisonziel möchte ich keine Platzierung ausgeben, sondern lediglich sagen, dass wir alle Spiele bestreiten und möglichst viele von diesem etwas anderen Konzept überzeugen wollen. Vielleicht werden im nächsten Jahr weitere Spieler dazu kommen und wir können auch wieder eine zweite Mannschaft melden", betont der Vereinschef weiter.

Neben den gut besuchten Trainingseinheiten, immerhin gehören 21 Spieler zum Kader, beteiligen sich die Akteure auch in großer Zahl bei den Arbeitseinsätzen samstags bei der Renovierung des Clubheimes, dessen Dach saniert werden musste. Damit waren sämtliche Grundlagen geschaffen, der Spielbetrieb wurde euphorisch angegangen. Die sportliche Leitung lag bei Oliver und Thomas Schäfer.

Saisonziel erreicht

"Das Saisonziel wurde mit dem sechsten Platz mehr als erfüllt", sagte Oliver Schäfer auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung, der neben dem Co-Traineramt noch als Spielausschussvorsitzender fungierte. Dieser wurde zum Ende der Saison im Mai gebührend gefeiert.

Aber auch das 60-jährige Vereinsjubiläum mit Ehrung verdienter Vereinsmitglieder war dem Verein eine weitere Feier wert. Die Grundlagen für die neue Spielzeit 2016/2017 wurden ebenfalls gelegt. Vom FC Reimsbach konnte mit Michael Schäfer ein weiterer ehemaliger Spieler als Spieltrainer verpflichtet werden, dazu neben weiteren Spielern noch drei A-Jugendliche in den Kader der Aktiven übernommen werden, so dass derzeit rund 40 Spieler zur Verfügung stehen.

"Von daher konnten wir auch eine zweite Mannschaft für den geregelten Spielbetrieb anmelden", teilte Oliver Schäfer weiter im Gespräch mit der SZ mit. Schäfer stand für das Gespräch zur Verfügung, weil der erste Vorsitzende Kluding zum 31. Juli aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen musste.

Die Sommerpause wurde auch genutzt, weitere Schönheitsreparaturen am Clubheim und im Umfeld des Sportplatzes unter ordentlicher Beteiligung der Spieler vorzunehmen. Mit einem weiteren Schritt wird auch die Zukunft des Vereins und der Fortbestand seiner Mannschaften, am Spielbetrieb nimmt auch eine Frauenmannschaft teil, in die Wege geleitet. Ein eigens hierfür gegründetes Gremium hat die Aufgabe übernommen, den Umbau des Hartplatzes in einen Naturrasenplatz zu realisieren.

"Ein erster Antrag ist bereits an den Ortsrat gerichtet", hofft Schäfer auf eine baldige Realisierung des Vorhabens. Denn damit sei man noch besser aufgestellt und noch konkurrenzfähiger. Der Start in die neue Saison ist mit Sieg und Unentschieden ordentlich gelungen. Nächstes Spiel ist an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen den Lokalrivalen FC Beckingen.

"Die Euphorie der Spieler, wieder für ihren Heimatort spielen zu können, und das Vertrauen der Vereinsmitglieder und Dorfbewohner in die Mannschaft sind weiterhin hervorragend und sicherlich auch Garant für eine positive Weiterentwicklung unseres Vereins", ist sich Schäfer sicher.