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Fünf Millionen Euro sind gut angelegt

Fünf Millionen Euro sind gut angelegt

Losheim. Ein ehrgeiziges Ziel haben sich die Bauherren zwischen Niederlosheim und Münchweiler gesetzt. In gut einem halben Jahr soll die B268 um das Werksgelände der Firma Homanit verlegt sein - auf rund 1,15 Kilometer Länge südlich um das Terrain des Unternehmens. Bis zum Jahresende soll die neue Straße für den Verkehr freigegeben werden

Losheim. Ein ehrgeiziges Ziel haben sich die Bauherren zwischen Niederlosheim und Münchweiler gesetzt. In gut einem halben Jahr soll die B268 um das Werksgelände der Firma Homanit verlegt sein - auf rund 1,15 Kilometer Länge südlich um das Terrain des Unternehmens. Bis zum Jahresende soll die neue Straße für den Verkehr freigegeben werden. Läuft alles nach Plan, sollen die Restarbeiten bis Frühjahr erledigt sein. Danach werde die Straße in den Bestand des Landesamtes für Straßenbau übergeben, teilt Projektleiter Uwe Gratz von der Saarland Bau- und Boden Projektgesellschaft, kurz SBB, mit. Das Landesamt für Straßenbau hat sich die SHS-Tochter für dieses Projekt mit ins Boot geholt. Sie betreut die komplette Straßenverlegung und kümmert sich um die Abwicklung. Die Kosten beziffert Diplomingenieur Gratz auf rund fünf Millionen Euro. Anfang Juni rückten Bautrupps mit ihren Maschinen an und haben in den vergangenen sechs Wochen zig Kubikmeter Erdmassen bewegt. Eine Zeitlang mussten sich Autofahrer in Stoßzeiten in Geduld üben, denn nur eine Spur war befahrbar, der Verkehr wurde durch eine Ampel geregelt. Die ist mittlerweile abgebaut. Es braucht nicht viel Fantasie, um die künftige Führung der neuen Strecke zu erkennen. Nicht nur die Autofahrer dürfte es freuen, wenn sie wieder freie Bahn haben. Auch das Unternehmen hat immense Vorteile von der neuen Trassenführung. "Die bestehende Bundesstraße wird künftig zu dem Werksgelände gehören und bietet somit dem Unternehmen Gelegenheit, eine neue Industriefläche entstehen zu lassen, an die auch das bestehende Industriegebiet Holz angeschlossen werden kann", wie aus dem Haus der SBB heißt. Die alte Straße liegt mitten im möglichen Erweiterungsgebiet für Homanit. Von den Betriebsabläufen und dem firmeneigenen Werksverkehr her wäre eine Erweiterung nicht möglich gewesen.So nannte Wirtschaftsminister Joachim Rippel beim Spatenstich Anfang Juni die Straßenverlegung ein Musterbeispiel praktischer Wirtschaftsförderung. "Durch Investitionen in die Infrastruktur werden die Wirtschaftskraft einer Region gestärkt, neue Industrieflächen ermöglicht und so Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen." Die zirka fünf Millionen Euro sieht Rippel gut angelegt. Schließlich entstünde eine neue Industriefläche von 40 Hektar. Die Firma Homanit könne ihre Kapazität um eine Versandanlage erweitern. Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft im nördlichen Saarland würden auf diese Weise gestärkt. Auch die Tiere würden profitierten, wie die SBB ergänzt: Das Vieh könne die Weiden beiderseits der stark befahrenen Bundesstraße bald ohne Störungen wechseln - durch eine Unterführung, die ebenfalls gebaut werde. "Die bestehende Bundesstraße wird künftig zu dem Werksgelände gehören."Projektleiter Uwe Gratz