Flüchtlinge lernen Verkehrsregeln

Was bedeuten die Verkehrsschilder auf deutschen Straßen? Für uns sind sie leicht verständlich, für Flüchtlinge ein Rätsel. Deshalb bekommen sie in der Brittener Verkehrsschule wertvolle Hilfe von Polizisten und Dolmetschern.

Vor kurzem fand das erste Verkehrssicherheitstraining für Flüchtlinge in der Jugendverkehrsschule in Britten statt. Thomas Welsch und Tanja Haupenthal, beide Verkehrssicherheitsberater der "Zentrale Verkehrspolizeiliche Dienste", erklärten 14 Flüchtlingen und ihren Betreuern die wichtigsten Verkehrsregeln, die auf deutschen Straßen gelten.

Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich , der Bürgermeister der Gemeinde Losheim am See, Lothar Christ, und Klaus Müller, stellvertretender Leiter der Zentrale Verkehrspolizeiliche Dienste, sowie Polizeihauptkommissar Clemens Gergen, Leiter der Verkehrssicherheitsberatung/Verkehrsprävention, ließen es sich nicht nehmen, beim ersten Training die teilnehmenden Flüchtlinge zu begrüßen.

Wichtige Vorschriften

Polizeihauptkommissar Müller wies darauf hin, dass es gerade in Deutschland wichtig sei, die Verkehrsregeln zu kennen und anzuwenden, denn "leider kommt es verstärkt zu Unfällen, in denen Rad fahrende Flüchtlinge involviert sind". Landrätin Schlegel-Friedrich betonte, dass der Landkreis sehr gerne dieses Training unterstütze und die Infrastruktur der Jugendverkehrsschule zur Verfügung stelle. Es sei eine sinnvolle und wichtige Aufgabe, die eine erfolgreiche Integration unterstütze. Bürgermeister Christ ist nach eigenem Bekunden froh, eine solche Institution in seiner Gemeinde zu haben. Er würde sich freuen, wenn ebenfalls Flüchtlingskinder am Verkehrssicherheitstraining teilnehmen würden.

Alle Beteiligten dankten Thomas Welsch, der zusammen mit seiner Kollegin Tanja Haupenthal seit einigen Jahren die Betreuung, Schulung und Organisation mit großer Motivation und Fürsorge übernimmt. Ein großer Dank ging ebenfalls an die Dolmetscher Muktar Mohammed, Abdulkader Al Toukhi und Khebat Besho, die das Gespräch und Informationen in die arabische sowie in die eritreische Sprache übersetzten. Dies ermöglichte einen aktiven Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten, die vielen Fragen der Flüchtlinge konnten in der Art sehr gut beantwortet werden.

Das Training mit Theorie

findet jeden Dienstag ab 14.30 Uhr statt. Ab 3. Mai können sich Flüchtlingshelfer an die Ehrenamtbörse des Landkreises wenden, per E-Mail an h.wilbois@merzig-wadern.de. Gegen 15 Uhr können in der Theorie

geschulte Personen auf dem Platz üben.

Zum Thema:

HintergrundDie mobile Jugendverkehrsschule des Landkreises Merzig-Wadern wurde 1976 eingerichtet. Seit dieser Zeit werden die Grundschulkinder der 3. bzw. 4 Klasse im Landkreis auf ihre Teilnahme als Radfahrer im Straßenverkehr vorbereitet. Diese Ausbildung findet jeden Vormittag statt, außer in den Ferien. Die Radfahrausbildung wird von den Verkehrssicherheitsberatern der "Zentrale Verkehrspolizeiliche Dienste", Tanja Haupenthal und Thomas Welsch, durchgeführt.An jedem Dienstagnachmittag, außer in der Ferienzeit, öffnet die Jugendverkehrsschule ihre Pforten und es besteht die Möglichkeit, dass Eltern mit ihren Kindern in der Zeit von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr dort Radfahren üben können. Unter Anleitung der Verkehrssicherheitsberater können die fortgeschrittenen jungen Radfahrer ihr bereits erlerntes Wissen vertiefen, Anfänger werden langsam an das Thema herangeführt. red