Feuerwehr in Rissenthal feierte ihr 90-jähriges Bestehen

Rissenthal : Seit 90 Jahren engagiert für den Ort

Feuerwehr in Rissenthal feierte am Wochenende im Rahmen des Gemeindefeuerwehrtages ihr rundes Jubiläum.

In Verbindung mit dem Gemeindefeuerwehrtag feierte der Löschbezirk Rissenthal am Wochenende seinen 90. Geburtstag. Schirmherr Christian Müller bezeichnete die Feuerwehr in seinem Grußwort als „tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens“, denn die Wehrleute schützen nicht nur Leben und Eigentum ihrer Mitmenschen, sondern sie sind auch aus dem kulturellen Geschehen des Dorfes nicht wegzudenken.

Nur rund 600 Menschen leben in Rissenthal. Ungeachtet dieser bescheidenen Einwohnerzahl stehen 29 Wehrleute in dem Losheimer Ortsteil ihren Mann. Das ist ein beachtlicher Prozentsatz, und er wird gebraucht. Alleine im vergangenen Jahr musste die Wehr 17 Mal ausrücken, überwiegend, um durch Unwetter vollgelaufene Keller leer zu pumpen.

„Der Löschbezirk Rissenthal ist gut aufgestellt“, meinte auch Gemeindewehrführer Andreas Brausch. Die Leute seien fit, das Gerätehaus in einem guten Zustand. Einziger Wermutstropfen sei das 23 Jahre alte Löschfahrzeug, das kein Wasser mit sich führt. Das beeinträchtige die Schlagkraft ein wenig, aber durch die gute Ausbildung der Wehrleute könne dieses Manko weitgehend abgefangen werden.

Norbert Müller, der erste Beigeordnete der Gemeinde Losheim, fand ebenfalls lobende Worte. Das geflügelte Wort „Schnell wie die Feuerwehr“ sei in Rissenthal keine leere Floskel, sondern ein durchaus angebrachter Vergleich.

Im Rahmen einer Schauübung konnten sich die zahlreichen Festgäste von der Effektivität der Feuerwehr überzeugen. Der Kreis Merzig-Wadern verfügt über eine besonders ausgebildete Höhenrettungsmannschaft, der Wehrleute aus verschiedenen Löschbezirken angehören. An jenem Tag galt es, einen Verletzten aus dem Geäst eines Baumes zu bergen. Jörg Krämer kletterte hinauf, wobei er von vier Kameraden abgesichert wurde, befreite den Verunglückten aus dem Astwerk und fixierte ihn mit Rettungsseilen, damit er sicher zu Boden gebracht werden konnte.

Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Georg Flesch, zeichnete Feuerwehrleute aus, die der Wehr seit 40 und mehr Jahren angehören.

Auf vier Jahrzehnte aktiven Dienstes blicken Stefan Klasen, Bernhard Meiers, Erhard Müller, Stefan Schmitt, Dietmar Steuer, Frank Trierweiler und Christoph Weins zurück.

Landesbrandinspekteur Timo Meyer (vorne rechts) gratulierte Kreisbrandinspekteur Siegbert Bauer (links neben ihm) zur 45-jährigen Zugehörigkeit zur Feuerwehr. Daneben freuen sich weitere Jubilare, die seit 45 und 35 Jahren der Feuerwehr angehören. Foto: Werner Krewer
Übung der Höhenretter beim Gemeindefeuerwehrtag: Ein Waldarbeiter wurde aus einem Baum gerettet. Jörg Krämer von der Höhenrettung (links) sicherte den Waldarbeiter und seilte in aus luftiger Höhe ab. Foto: Werner Krewer

Mitglied sind seit 40 Jahren Karl-Heinz Ackermann und Joachim Weinand, seit 50 Jahren Edmund Heinz, Rudi Helfen, Hermann Hoff, Arnold Kreutz, Rudi Kuhn, Karl-Heinz Lang, Helmut Meiers, Josef Mertes, Rudolf Orth und Horst Reinert. Seit sechs Jahrzehnten gehören Martin Barth und Franz-Josef Breidt aus Mitlosheim dazu. Ebenfalls aus Mitlosheim kommt der Dienstälteste Fridolin Hares, der vor 70 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr wurde.