Feuchtfröhlicher Spaß am Stausee

Für rund eine halbe Million Euro hat die Gemeinde Losheim am Stausee einen Wasserspielplatz gebaut. Der kann ab Ende der Woche genutzt werden, bis zum Ende der Sommerferien für Kinder unter 14 sogar kostenlos.

Rund eine halbe Million Euro hat er gekostet, und er dürfte vor allem den jungen Besuchern des Losheimer Stausees künftig eine Menge Spaß bereiten: Am Freitag ist der neue Wasserspielplatz am Stausee eröffnet worden. Die Anlage befindet sich zwischen dem Park der Vierjahreszeiten und dem Strandbad und ist von beiden Arealen her zugänglich.

Im Anschluss an den Garten der Vierjahreszeiten liegt das Einlaufbecken, von dem aus der gesamte Wasserspielplatz mit Wasser aus dem Stausee versorgt wird. Dieser Bereich ist weitestgehend befestigt. Daran schließt sich der Matschspielplatz an, der auf der Höhe des bereits vorhandenen Beachvolleyball-Platzes liegt. Dieser ist mit Sand aufgefüllt und mit entsprechenden Spielgeräten ausgestattet. Den Abschluss des Wasserspielplatzes bildet der direkt im Strandbad gelegene Wasserwald.

Der Wasserlauf, der die drei Bereiche miteinander verbindet, wird vorrangig mit Wasser aus dem Stausee beschickt. Hierfür werden über eine Pumpstation vier Behälter mit einem Fassungsvermögen von rund 60 Kubikmetern (60 000 Litern) im oberen Bereich des Wasserspielplatzes mit Seewasser befüllt. Von dort wird es gedrosselt in ein Einlaufbecken abgegeben und gelangt über verschiedene Ableitungsmöglichkeiten zu den Spielgeräten, die am, über oder im Wasserlauf selbst damit angetrieben oder betätigt werden. Ein Teil dieser Wasserspielgeräte wird aus Hygienegründen auch mit Trinkwasser betrieben.

Für Losheims Bürgermeister Lothar Christ stellt der neue Wasserspielplatz eine erhebliche Aufwertung des Stausees dar, da diese Anlage in der Region einzigartig ist. Vor einigen Jahren habe er im Urlaub in St. Peter Ording an der Nordsee einen solchen Spielplatz erstmals gesehen, erinnert sich Christ an die Ursprungsidee für das Projekt. "Mich beeindruckt der interaktive Ansatz, der das Mitmachen erfordert", sagte der Bürgermeister. Damit das Wasser an den verschiedenen Spielgeräten spritzen oder fließen kann, muss der Spielende sich dort bewegen, muss aktiv sein. Im Gegenzug ist feuchtfröhlicher Spaß bei Wippen, Fontänen, Schaukeln oder Klettergerüsten garantiert.

Auch der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Jürgen Barke (SPD ), sieht in dem neuen Spielplatz eine besondere Attraktion. Das Ministerium hat den rund 530 000 Euro teuren Bau der Anlage mit 374 000 Euro bezuschusst. "Losheim ist in touristischer Hinsicht eine der wichtigsten Kommunen im Land", betonte der Staatssekretär.

Auch wenn die Anlage bereits zu großen Teilen genutzt werden könnte, wird es nach Auskunft von Projektleiter Markus Heinz von der beauftragten Baufirma Meiers noch bis Ende der Woche dauern, bis auch der Matschbereich fertiggestellt sein wird. Ab dem zweiten August-Wochenende erwartet die Besucher des Wasserspielplatzes dafür ein besonderes Bonbon. Bis zum Ende der Sommerferien gewährt die Gemeinde ab dem 8. August Kindern bis 14 Jahren freien Eintritt zu dem Spielplatz, erwachsene Begleitpersonen kommen über den Park der Vierjahreszeiten zum ermäßigten Preis von einem Euro hinein. Dies kündigte Bürgermeister Lothar Christ bei der Eröffnung am Freitag an. Der reguläre Eintrittspreis soll später drei Euro betragen.

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Auf einen BlickDas annähernd 2000 Quadratmeter neue Spielareal stellt ein Bindeglied zwischen dem Strandbad und dem Park der Vierjahreszeiten dar und ist von beiden Seiten her zugänglich. Dabei wurde zur Schaffung weitgehender Barrierefreiheit unter Berücksichtigung der topographischen Gegebenheiten ein Wasserlauf mit einer Fließstrecke von etwa 200 Metern angelegt. Für den Bau der Anlage wurden rund 900 Kubikmeter Oberboden und etwa 1300 Kubikmeter Erdmassen zunächst abgetragen und dann wieder eingebaut. Parallel dazu erfolgte der Einbau von etwa 200 Metern an Wasser- und Steuerleitungen sowie 250 Metern Kabel sowie Schutzrohr mit den zugehörigen Bauteilen und Formstücken. Der Umfang der befestigten Wege, Plätze und Stellflächen beträgt etwa 350 Quadratmeter. cbe

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StichwortDer Park der Vierjahreszeiten am Losheimer Stausee erhält einen neuen Namen: Wie Achim Laub vom Eigenbetrieb Tourismus der Gemeinde am Freitag erklärte, soll der Park offiziell in "Seegarten" umbenannt werden. Der neue Name soll die hohe Bedeutung des Stausees für die Gemeinde hervorheben, sagte Laub. Ab dem kommenden Jahr soll die Garten-Anlage unter dem neuen Namen firmieren und beworben werden. cbe