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Fachtagung zur Prävention und Behandlung von Ess-Störungen in Losheim

Fachtagung in Losheim : Wenn Kinder und Jugendliche zu viel oder zu wenig essen

Bei der zweiten saarländischen Fachtagung zur Prävention und Behandlung von Ess-Störungen treffen sich Experten, Eltern und Betroffene in Losheim.

Wenn Kinder anfangen, Essen zu verweigern oder sehr stark auf ihr Gewicht zu achten, kann das ein erstes Anzeichen für eine Ess-Störung sein. „Jedes fünfte Kind zwischen elf und 17 Jahren leidet an den Symptomen einer Ess-Störung“, erläutert Gabriele Wahlen, Koordinatorin der „Gemeindenahen Suchtprävention im Saarland“ für den Kreis Merzig-Wadern. Aber welches Ess-Verhalten ist auffällig und welches noch normal? Was sind die ersten Anzeichen von Anorexie, Bulimie oder einer anderen Ess-Störung? Und was können Eltern tun, wenn sie diese Anzeichen bei ihrem Kind feststellen? Um diese und weitere Fragen dreht sich die zweite saarländische Fachtagung zur Prävention und Behandlung von Ess-Störungen am Mittwoch, 20. März, in Losheim. Hierzu laden die Koordinatoren der Arbeitskreise der „Gemeindenahen Suchtprävention im Saarland“ ein. Die Fachtagung läuft am Mittwoch von 8.30 Uhr bis 17.15 Uhr im Saalbau im Losheim.

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte – Ärzte und Psychotherapeuten genauso wie Erzieher und Sozialarbeiter –, aber auch Eltern. In mehreren Vorträgen geht es um Symptome und Therapien von Ess-Störungen. Ein weiteres Thema sind Schönheitsideale und die Art, wie das Äußere in den Medien dargestellt wird, kündigt Wahlen an. Denn Druck und Wettbewerb können dazu beitragen, dass Ess-Störungen entstehen, erklärt sie weiter. In anderen Fällen sei eine Ess-Störung selbst nur das Sympton eines tiefer liegenden Problems, „zum Beispiel Mobbing oder Probleme in der Familie“, nennt sie weitere Auslöser, „oder das Kind fühlt sich nicht anerkannt“.

Aber was können Eltern tun? „Sie sollen mit dem Kind im Gespräch bleiben“, rät Wahlen, und vor allem: auf Experten zugehen und klären, ob es sich wirklich um eine Ess-Störung handelt. Die Fachtagung soll Antworten und Lösungsideen geben und Experten, Angehörigen und Betroffenen die Möglichkeit bieten, ins Gespräch zu kommen und sich zu vernetzen.

Die Fachtagung im Losheimer Saalbau ist eine Veranstaltung der saarländischen Gesundheitsämter in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. Der Eintritt kostet 20 Euro pro Person.

Informationen erteilt die Koordinatorin des Landkreises Merzig-Wadern, Gabriele Wahlen, Telefon (0 68 61) 8 04 10, E-Mail: g.wahlen@merzig-
wadern. Eine Anmeldung zur Fachtagung ist vorab im Internet möglich.

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