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Diesel: Fachleute wollen eine Lanze für den Diesel brechen

Diesel : Fachleute wollen eine Lanze für den Diesel brechen

Bei einer Veranstaltung in Losheim geht es um eine Technologie, die derzeit einen erheblichen Imageschaden verkraften muss.

Gehört der Diesel auf den Schrottplatz? Fahrverbote werden erwogen, es wurden Stimmen laut, ihn ganz aus den Innenstädten zu verbannen. Angeheizt wurde das Thema durch Abgas-Manipulationen. Die Diskussionen um den Kraftstoff Diesel verunsichern viele Autofahrer. Fakt ist: Die Grenzwerte für Stickoxide werden in vielen Städten regelmäßig überschritten. Fakt ist auch, dass beim Autofahren Schadstoffe entstehen – nicht nur beim Diesel, sondern auch bei Benzinern. Eine Lanze für den Diesel brechen will die Mittelstandsvereinigung im Grünen Kreis (MIT), die zusammen mit der KÜS und der IHK Regional Merzig-Wadern eine Infoveranstaltung am Dienstag, 8. Mai, 16.30 Uhr, auf die Beine gestellt hat – initiiert vom zweiten Vorsitzende der MIT, Dr. Frank Kiefer.

„Besser als sein Ruf – der Diesel“ lautet der Titel der Veranstaltung in der KÜS-Bundesgeschäftsstelle, Zur KÜS 1 in Losheim am See. „Durch ein Fahrverbot wäre dem Klimaschutz nicht gedient, denn die CO2-Ziele ließen sich dann kaum erreichen“, sind sich die Gastgeber einig. „Zudem verbauten wir uns den Weg, die in der Dieseltechnologie steckenden Potenziale weiter zu entwickeln. Hier besteht noch genügend Spielraum.“ Den Beweis für ihre Thesen wollen sie antreten und haben sich dafür Fachleute eingeladen – wie Professor Dr. Rüdiger Tiemann von der HTW Saar. Der Diplom-Ingenieur, der Maschinenbau studiert hat, wird sich in seinem Referat den gesellschaftlichen Anforderungen an die moderne Fahrtechnik widmen. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Entwicklung von kostengünstigen, serientauglichen Elektrofahrzeugen sowie von mechatronischen, kostengünstigen und energieoptimierten Sub-Systemen in Autos mit den Schwerpunkten Lenkung, Radaufhängung, Torque Vectoring, Brems- und Fahrdynamikregelsysteme. „Diesel 2018 – auf saarländischen Straßen getestet“ lautet das Thema von Prof. Dr.-Ing. Thomas Heinze, ebenfalls von der HTW Saar. Das Metier des Physikers: die Forschung in der Funktionsentwicklung für Motorsteuerungen und in der motorischen Abgasreinigung. „Nüchterne Betrachtung von Grenzwertforderungen und drohende Konsequenzen für Dieselfahrer“ hat Thomas Schuster von der KÜS-Bundesgeschäftsstelle seinen Vortrag überschrieben. Schuster ist Prüfingenieur und KFZ-Sachverständiger sowie Journalist und Fachreferent im Bereich der Fahrzeugüberwachung.

Die Moderation übernimmt Dieter Ackermann, ehemaliger Redaktionsleiter bei der Rheinischen Post, jetzt Mitarbeiter der Saarbrücker Zeitung. Die Begrüßung übernehmen Oliver Groll von der IHK Saarland und Alwin Mertes, Chef der MIT Merzig-Wadern.

Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung bei der IHK, E-Mail an:
anna.gelver@saarland.ihk.de, oder bei der MIT, E-Mail: frank.kiefer@t-online.de. Anschließend gibt es einen Imbiss.