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„Erna“ erhält Ökumenischen Förderpreis

„Erna“ erhält Ökumenischen Förderpreis

Für ihr Agrarprojekt „Erna goes fair“ wird die Aktion 3. Welt Saar ausgezeichnet. Das Vernetzungsprojekt bringt Bauern, Gewerkschafter und Naturschützer zusammen. Ziel ist eine faire Landwirtschaft weltweit.

Sie informieren sich über alternative Futtermittel, setzten sich für einen weltweit fairen Milchpreis ein, vernetzen Bauern , Gewerkschafter und Naturschützer und, und, und - für faire Landwirtschaft weltweit. " Erna goes fair" hat die Aktion 3. Welt Saar dieses Agrarprojekt überschrieben, das sie vor ein paar Jahren gestartet hat. Dafür erhält sie jetzt den Ökumenischen Förderpreis "Eine Welt".

Vergeben wird die Auszeichnug von "Brot für die Welt", dem Hilfswerk der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland, und dem Katholischem Fonds. "Ich sehe den Preis als Auszeichnung für unsere bundesweite Agrararbeit, mit der wir uns gemeinsam mit Bauern für eine bäuerliche Landwirtschaft und gegen die neoliberale Ausrichtung der deutschen Agrarpolitik wehren", sagt Christian Hirsch vom Vorstand der Aktion 3.Welt Saar. Am 16. Oktober wird sie in der Franz-Hitze-Akademie in Münster den Preis entgegennehmen - einen von vieren, jeweils mit 3000 Euro dotiert.

"Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal", lautet eine provokante Aussage von "Erna", die nach Worten der Initiatoren damit den Irrsinn des globalisierten Milchmarktes benennt. Mit ihrem Engagement für eine Welt ohne Hunger mit einer bäuerlichen Landwirtschaft ohne Gentechnik hat die Aktion 3. Welt die Juroren, Bernhard Felmberg vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Erzbischof Ludwig Schick (Deutsche Bischofskonferenz) und Claudia Warning (Brot für die Welt), überzeugt.