Ein Schu und viele Schuhprobleme

Trotz Schneefall und Kälte gingen am vergangenen Samstag mehr als 100 Läufer auf die witterungsbedingt umso anspruchsvollere Strecke des Mitlosheimer Silvesterlaufs. Bei der 28. Auflage feierte Sammy Schu eine gelungene Rückkehr nach langer Zeit.

Martin Schedler hatte mit Blick auf die Konkurrenz schon so eine Vorahnung, dass er seinen Titel beim 28. Mitlosheimer Silvesterlauf nicht verteidigen würde. Bei kalten Bedingungen wagten sich am Samstag 114 Läufer auf die vom Schneetreiben gezeichnete Strecke, die über 7,3 Kilometer in einer Schleife durch den Wald und dann zurück zum Start-/Zielbereich am Bürgerhaus in Mitlosheim führte. Unter den Unentwegten war auch Sammy Schu, der seine läuferische Klasse mal wieder demonstrierte und nach mehreren Jahren Abstinenz eine erfolgreiche Rückkehr nach Mitlosheim feierte. "Ich war vor Ewigkeiten schon mal hier. Da war ich so 14 oder 15", verriet der 23-Jährige aus Tholey, nachdem er in 25:13 Minuten als Erster über die Linie gekommen war. 58 Sekunden später kam Schedler ins Ziel. Im Vorjahr war der 30-Jährige vom LAZ Saar 05 Saarbrücken bei seinem Sieg in 24:44 Minuten noch deutlich flotter unterwegs gewesen. "Es lag an der Strecke. Durch den Schnee und das Eis konnte ich nicht so anziehen", erklärte Schedler die mäßige Zeit. Da half auch das gewählte Schuhwerk mit Noppen nicht richtig weiter: "Am besten wäre es gewesen, zwischendurch die Schuhe zu wechseln", meinte Schedler, sah aber insgesamt "einen schönen Jahresauftakt". Den hatte auch der Sieger: "Auf den ersten zwei Kilometern unterhielt ich mich noch mit Martin. Auf der Ebene vor dem zweiten Waldstück habe ich dann ein wenig angezogen", ließ Schu den Lauf Revue passieren. Er habe nur an zwei Stellen leichte Probleme gehabt.

"Ein bisschen schwierig und rutschig", fand dagegen die erste Frau im Ziel, Martina Werth aus Sotzweiler. Sie benötigte exakt eine halbe Stunde und zog nicht nur wegen Platz eins ein positives Fazit: "Es hat richtig Spaß gemacht. Ich mag solche etwas bergigen Läufe. Ich war schon öfter hier und finde, es ist immer ein besonders schöner Lauf, der sehr gut organisiert ist." Dafür sorgten wie gehabt die Fußballer der SG Scheiden-Mitlosheim. Für sie hieß es: helfen oder laufen. Einige wagten sich tatsächlich auf die Strecke - und mit Christian Kiefer unterbot sogar einer die von Spielertrainer Daniel Brust geforderte 32-Minuten-Marke. In 28:56 Minuten wurde der 19-Jährige Fünfter. Als Belohnung gab es vom Trainer den versprochenen Kasten Bier.