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Frauenfußball
Der Jubel schlägt in Enttäuschung um

Turnierleiter Andreas Weingarten war mit der Veranstaltung zufrieden.
Turnierleiter Andreas Weingarten war mit der Veranstaltung zufrieden. FOTO: Becker/Verein
Wadern. Beim Masters-Qualifikations-Turnier der SG Morscholz-Steinberg behielten diesmal die Frauen des TuS Issel die Oberhand. Finalgegner Riegelsberg war erst im Glück, dann aber im Pech. Von David Benedyczuk

Nur noch wenige Sekunden waren zu spielen: Im Endspiel des Frauen-Masters-Qualifikations-Turniers der SG Morscholz-Steinberg führte der TuS Issel in der Verlängerung gegen den 1. FC Riegelsberg mit 2:1. Riegelsberg warf im Duell der beiden Regionalligisten noch einmal alles nach vorne – und ein paar Augenblicke später war der Jubel groß: Anika Scherer traf zum 2:2.



Doch die Freude beim FCR währte nicht lange, denn im Siebenmeterschießen hatte das Team von Trainerin Sabine Stürmer dann Pech. Sandra Enz und Sophie Quatrana scheiterten an Issels Torfrau, während die beiden Schützinnen des Clubs aus Rheinland-Pfalz Riegelsbergs Torfrau Lena Hensel keine Chance ließen. So hieß es am Ende 4:2 für Issel. Nachdem der TuS das Finale 2017 beim Siam Asia-Shop-Cup noch im Siebenmeterschießen gegen Saarwelllingen verloren hatte, konnte Issel nun über den Turniersieg jubeln.

Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hatte, fand auch Riegelsbergs Trainerin Stürmer in der Waderner Herbert-Klein-Halle lobende Worte für ihr Team: „Ich bin super zufrieden mit dem zweiten Platz“, erklärte die 40-Jährige. Kein Wunder, denn Riegelsberg hat durch Rang zwei beim bestbesetzten Turnier der Masters-Qualifikations-Serie (40 Wertungspunkte) das Ticket für das Finalturnier schon so gut wie in der Tasche.

Zufrieden war auch der Veranstalter: „Mit 200 Zuschauern war die Halle gut gefüllt, die beiden stärksten Teams haben im Endspiel gestanden, und es sind alle Mannschaften angetreten“, zog Andreas Weingarten, Leiter Frauenfußball bei der SG Morscholz-Steinberg, zufrieden Bilanz. Im Vorjahr hatten drei Teams ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt. Für diesen Fall verzichtete das Team des Gastgebers diesmal auf einen Einsatz, um im Notfall „Gewehr bei Fuß“ zu stehen. Da alle Teams kamen, mussten die SG-Kickerinnen nun aber zuschauen.

Bestes Team aus dem Kreis Merzig-Wadern wurde Bezirksliga-Spitzenreiter SV Bardenbach. Das Team von Trainer Dennis Heinz hatte in der Runde der letzten Acht Pech: Gegen Issel kassierte Bardenbach erst ganz kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer zum 2:3.

Der SV Wahlen-Niederlosheim (Landesliga) scheiterte in der Vorrunde – trotz eines 2:1-Sieges gegen Verbandsligist SC Falscheid. Nach Niederlagen gegen Bardenbach (0:3) und Saarwellingen (1:5) war für Wahlen-Niederlosheim aber ebenso früh Schluss wie für den FC Beckingen (Bezirksliga). Der FCB erreichte in seinem ersten Spiel ein 1:1 gegen Landesligist FC Niederlinxweiler, unterlag dann aber Dudweiler mit 0:2 und Issel mit 2:7.